Riesen-LKW gefährden kommunale Infrastruktur / Güter auf die Schiene!
(Berlin) - Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat sich anlässlich der heute beginnenden (09. Oktober 2007) Verkehrsministerkonferenz nachdrücklich gegen die Zulassung von Riesen-LKW ausgesprochen. Auch die von einigen Ländern geforderten weiteren Pilotversuche sollten eingestellt werden.
Die Bundesanstalt für Straßenwesen hat nachgewiesen, dass die überlangen LKW allenfalls für Teile der Autobahnen geeignet sind, keinesfalls aber für den Rest des Straßennetzes, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Dr. Gerd Landsberg, gestern (9. Oktober 2007) in Berlin. Weitere Pilotversuche seien sinnlos.
Die Zulassung von Riesen LKW mit bis zu 60 Tonnen Gesamtgewicht ist politisch nicht mehrheitsfähig. Scheinbar soll nun die Light-Variante mit 40 t. und über 25 Meter Länge mit weiteren Pilotversuchen konsensfähig gemacht werden. Die Nachteile von Riesen LKW treten jedoch auch bei den leichten 40-Tonnern auf. Die Straßendimensionen, die Querschnitte, die Kurvenradien nichts ist auf die überlangen LKW eingerichtet. Es wäre aber falsch, Hersteller und Spediteure zu Investitionen in Fahrzeuge zu ermutigen, die in Deutschland nicht eingesetzt werden können, so Landsberg.
Auch Gründe der Verkehrssicherheit sprechen gegen die überlangen LKW. Ihre Länge führt zu erhöhten Gefahren beim Einfahren in Autobahnbaustellen, bedeutet höhere Risiken durch deutlich verlängerte Überholvorgänge und verlängerte Räumzeiten bei Knotenpunkten ohne Signalanlagen. Beim Abbiegen ist das Überschreiten der eigenen Spur unvermeidbar. Der tote Winkel würde erheblich vergrößert und damit eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer darstellen.
Die von der Verkehrsministerkonferenz selbst eingesetzte Bund-Länder-Arbeitsgruppe weist zudem darauf hin, dass Pilotversuche nur mit wenigen Fahrzeugen und unter idealen Rahmenbedingungen ohne Konkurrenzdruck auf wenigen ausgesuchten Strecken statt finden. Das ist nicht vergleichbar mit den Bedingungen, unter denen die Fahrer im Alltag arbeiten, zum Beispiel wenn kein Parkplatz zur Verfügung steht, aber die Ruhezeiten eingehalten werden müssen.
Die Eisenbahn ist angesichts wachsender Güterverkehrsmengen praktizierter Klimaschutz. Nachhaltig wären deshalb neue Konzepte für einen modernisierten Güterverkehr in der Fläche, schlägt Landsberg vor. Davon könnten die regionalen Schienenstrecken, das Klima und die wirtschaftliche Entwicklung der ländlichen Regionen profitieren.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB)
Pressestelle
Marienstr. 6, 12207 Berlin
Telefon: (030) 773070, Telefax: (030) 77307200
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