Risikomanagement in der Landwirtschaft / Eigenbetriebliche Vorsorge fördern
(Berlin) - Der Bedarf zur Risikoabsicherung bei LandwirtInnen steigt. Die LandwirtInnen in Deutschland tragen im Unterschied zur gewerblichen Wirtschaft besondere Risiken, diese betreffen in erster Linie den Umgang mit lebenden Pflanzen und Tieren sowie die Abhängigkeit von Witterung und Klima. "Naturkatastrophen, Krankheiten, Tierseuchen oder Schädlingsbefall fallen unter die Kategorie 'höhere Gewalt' - die LandwirtInnen leben und arbeiten hier mit großen Risiken, auf die sie keinen Einfluss haben", erläutert Anne Hartmann, Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL).
"Der Staat zieht sich immer mehr aus der aktiven Markt- und Preispolitik zurück", so Anne Hartmann. "Auch die Schwankungen der Marktpreise werden zunehmend zu wirtschaftlichen Risikofaktoren - diese sind schwer einzuplanen. Wir benötigen dringend ein Instrument zur Risikovorsorge in der Landwirtschaft, wie es der Forstbereich schon seit 1969 mit dem Forstschäden-Ausgleichsgesetz hat." Ein geeignetes Instrument zur Abfederung von Risiken muss auf die breite Masse der Landwirtschaftsbetriebe zugeschnitten sein.
Der BDL setzt sich zurzeit intensiv mit dem Thema Risikomanagement auseinander und diskutiert über inner- und außerbetriebliche Maßnahmen. Die beschriebenen besonderen Risiken in der Landwirtschaft müssen im Gegensatz zur gewerblichen Wirtschaft auch bei den politischen Instrumenten gesondert berücksichtigt werden. "Wir wünschen uns eine flexible Anpassung an die Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft", so Anne Hartmann. Der BDL fordert, vorhandene Instrumente - beispielsweise im Investitions- und Steuerbereich - auf Risikovorsorgemöglichkeiten zu überprüfen und ggf. für diesen Aspekt flexibler zu gestalten. "Die Liquidität der landwirtschaftlichen Betriebe muss weiterhin gesichert bleiben", betont Anne Hartmann.
Es besteht hoher Bedarf an weitergehenden Untersuchungen und Analysen, da bislang noch kein Instrument optimal für die Risikovorsorge ist. Der BDL fordert, die besondere Situation von JunglandwirtInnen zu berücksichtigen, die sich auf steigende Markt- und Wettbewerbssituationen einstellen müssen.
Quelle und Kontaktadresse:
Bund der Deutschen Landjugend im Deutschen Bauernverband e.V. (BDL), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Pressestelle
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 31904-253, Telefax: (030) 31904-206
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

