Rüge für DB-Vertriebsmodell 2009 / DRV-Bahnausschuss fordert sofortige Nachbesserung
(Berlin) - Der Ausschuss Bahn des Deutschen Reiseverbands (DRV) fordert die Deutsche Bahn auf, ihr Vertriebsmodell 2009 umgehend nachzubessern. Das vorgelegte Vergütungsmodell erweist sich als ausschließlicher Nutzbringer für die Deutsche Bahn. Sie sieht sich vierfach als Gewinner, kritisiert Hans Doldi, DRV-Vizepräsident und Vorsitzender des Bahnausschusses.
1. Mit der Einführung eines Bedienzuschlags in ihrem personenbedienten Verkauf generiert die Deutsche Bahn erhebliche zusätzliche Einnahmen.
2. Gleichzeitig nutzt sie diese Zusatzeinnahmen kurioserweise als Begründung für eine weitere Provisionskürzung, die besonders bei mehr als der Hälfte der größeren DB-Agenturen zu erheblichen Einnahmeverlusten führt.
3. DB-Agenturen, die bisher auf Serviceentgelte verzichteten, werden durch die Provisionskürzung gezwungen, diese in mindestens gleicher Höhe wie die Bahn einzuführen. DB-Agenturen, die bisher aus wirtschaftlichen Gründen Serviceentgelte genommen haben, werden durch die Provisionskürzung gezwungen, diese zu erhöhen.
4. Der von der Deutschen Bahn gewünschte Nebeneffekt führt zwangsläufig zu einer weiteren Preisdifferenzierung zwischen Internet und Automaten der Bahn und den DB-Agenturen. Ziel der Deutschen Bahn ist es offenkundig, Verbrauchern durch eine künstliche Verteuerung die DB-Buchung mit persönlicher Beratung so unattraktiv zu machen, dass noch mehr Umsätze weg von den DB-Agenturen hin zum elektronischen Direktverkauf verlagert werden.
Der DRV-Bahnausschuss fordert die Deutsche Bahn daher auf, erhebliche Nachbesserungen im Provisionsbereich vorzunehmen, um ein Wegbrechen besonders der umsatzstärkeren Agenturen zu verhindern. Die Deutsche Bahn hat versichert, dass sie mit dem Vertriebsmodell 2009 kein Geld aus dem Markt nimmt. Daran wird sie gemessen, betont DRV-Bahnausschussvorsitzender Hans Doldi. Die Aussage der Bahn gilt, und zwar ohne Gegenrechnung zusätzlicher Einnahmen durch den so genannten Bedienzuschlag. Der Ausschuss erwartet umgehend entsprechende Vorschläge der Bahn.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher ReiseVerband e.V. (DRV)
Sibylle Zeuch, Pressesprecherin
Albrechtstr. 10a, 10117 Berlin
Telefon: (030) 28406-0, Telefax: (030) 28406-30
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