Pressemitteilung | Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI)

Rürup-Bericht saft- und kraftlos / Gesetzlich versicherte Patienten benachteiligt

(Berlin) - Als saft- und kraftlos hat der BPI-Hauptgeschäftsführer Henning Fahrenkamp den vorgelegten Bericht der Rürup-Kommission bezeichnet: „Der Berg kreiste und gebar eine Maus!“ Statt Perspektiven einer wirklichen Reform aufzuzeigen, hat sich die Kommission nach Ansicht des BPI-Hauptgeschäftsführers darauf beschränkt, den von Ministerin Schmidt eingeschlagenen Weg hin zu mehr Staatsmedizin zu bestätigen. „Was nutzt eine Expertenrunde, die nur nachbetet, was Regierungsberater Lauterbach der Ministerin schon in Gesetzentwürfe diktiert hat“, fragte Fahrenkamp. Er bedauerte, dass das Gremium nicht den Mut hatte, einen Systemwechsel hin zu Kopfpauschalen vorzuschlagen.

Was die Kenntnisse des Arzneimittelmarkts angeht, so Fahrenkamp, habe die Kommission die schlimmsten Befürchtungen der pharmazeutischen Hersteller bestätigt. Insbesondere kritisierte der BPI-Hauptgeschäftsführer die Unterstützung der Kommission für staatliche Preisfestsetzungen im Arzneimittelbereich sowie die Ausgrenzung bewährter, sicherer und preiswerter Arzneimittel aus der Erstattung durch die Gesetzliche Krankenversicherung. „Damit werden die gesetzlich versicherten Patienten erneut benachteiligt, ohne dass die Ausgaben der Krankenkassen gesenkt werden“, sagte Fahrenkamp.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) , HGSt Robert-Koch-Platz 4, 10115 Berlin Telefon: 030/279090, Telefax: 030/2790361

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