Pressemitteilung | Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)
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Saisonarbeitskräfteregelung muss verbessert werden / DBV: Schnelles Handeln notwendig

(Berlin) - Die Reduzierung der Zulassungen osteuropäischer Saisonarbeitskräfte ab dem Jahr 2006 durch die neue Eckpunkteregelung wird durch einheimische Arbeitskräfte nicht aufgefangen. Dies zwingt die Betriebe, ihren Anbau zu reduzieren und weniger Arbeitskräfte vom heimischen Arbeitsmarkt wie zum Beispiel in der Direktvermarktung, Logistik und Ernteaufbereitung zu beschäftigen. Außerdem wird ein Verlust von Arbeitsplätzen im vor- und nachgelagerten Bereich die Folge sein. Es hat sich also gezeigt, dass die Regelung sowohl für die Betriebe als auch die Arbeitskräfte vom heimischen Arbeitsmarkt negativ ist. Darauf weisen der Deutsche Bauernverband (DBV), der Gesamtverband der deutschen land- und forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände und der Bundesausschuss Obst und Gemüse hin.

Nach deren Auffassung muss die Saisonarbeitskräfteregelung schnellstmöglich verbessert werden, um die negativen Auswirkungen für die landwirtschaftlichen Betriebe und den Arbeitsmarkt zu verhindern. Ein zügiges Handeln der Politik sei erforderlich, damit nicht der Sonderkulturanbau Produktionsanteile im europäischen Wettbewerb verliert.

Unterstützt wird diese Forderung durch eine Fragebogenaktion, die der DBV, der Gesamtverband der deutschen land- und forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände und der Bundesausschuss Obst und Gemüse mit ihren regionalen Verbänden kurzfristig durchgeführt haben. Den Fragebogen haben mehrere hundert landwirtschaftliche Betriebe beantwortet. Die Auswertung ergibt, dass die Agenturen für Arbeit zwar erhebliche Anstrengungen unternehmen, um den landwirtschaftlichen Betrieben eine ausreichende Anzahl von Bewerbern vorzuschlagen. Von diesen erscheint jedoch nur etwa die Hälfte zu einem Vorstellungsgespräch. Von den vermittelten Bewerbern erhält rund ein Viertel einen Arbeitsvertrag, etwa die Hälfte davon beendet die Arbeit bereits wieder innerhalb einer Woche. Dieses Ergebnis ist erschütternd, zeigt aber gleichzeitig die Realitäten auf, erklärten die Verbände. Eine Konsequenz seitens der landwirtschaftlichen Arbeitgeberbetriebe sei daher die Reduzierung der Anbauflächen, teilweise verbunden mit dem Abbau von Dauerarbeitsplätzen, die weitere Mechanisierung der Arbeiten zur Verringerung der Handarbeit sowie das „Nichternten“ von Anbauflächen.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: 030/31904-0, Telefax: 030/31904-205

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