"Scheinheiligkeit hat in der Debatte um Lohngefälle in der Pflege nichts zu suchen" / bpa kritisiert GKV-Spitzenverband
(Berlin) - Die aktuelle Forderung des Vorstands des GKV-Spitzenverbands, Gernot Kiefer, das regionale Lohngefälle in der Altenpflege abzuschaffen, stößt bei Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa), auf herbe Kritik. Kiefer fordere den Abbau genau dessen, was die Landesverbände der Pflegekassen mit ihren Pflegesatzverhandlungen selber durchgesetzt hätten. Die Gehaltshöhen folgten in den Bundesländern exakt den Unterschieden bei den Pflegeentgelten. "Kiefer kann sich auch deshalb so generös geben, weil pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige die finanziellen Auswirkungen seines flotten Statements schultern müssen und nicht die Pflegekassen. Das ist scheinheilig", stellt Meurer fest.
Müsste die Pflegekasse die finanziellen Mehrkosten übernehmen, wäre zu vermuten, dass er pflichtgemäß widersprechen würde wie bei der Diskussion um die Finanzierung der Pflegekosten in den Krankenhäusern, fügt der bpa-Präsident hinzu.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa)
Herbert Mauel, Geschäftsführer
Friedrichstr. 148, 10117 Berlin
Telefon: (030) 30878860, Fax: (030) 30878889
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