Pressemitteilung | Deutscher LandFrauenverband e.V. (dlv)
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Schluss mit der Lohnlücke: LandFrauen für faire Bezahlung

(Berlin) – Zum Equal Pay Day am 27. Februar fordert der Deutsche LandFrauenverband (dlv) konkrete Maßnahmen zur Schließung der Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. Der Aktionstag markiert symbolisch den Gender Pay Gap, der in Deutschland seit 2024 bei 16 Prozent liegt. Das heißt, Frauen werden in diesem Jahr erst ab dem 27. Februar für ihre Arbeit bezahlt. Die Zeit davor bleibt rechnerisch unentlohnt.

Die Ursachen der Lohnlücke sind vielfältig: Rollenklischees bei der Berufswahl, der geringe Anteil von Frauen in Führungs- und Entscheidungspositionen sowie Erwerbsunterbrechungen durch Sorgearbeit spielen eine zentrale Rolle. Hinzu kommen fehlende Gehaltstransparenz und eine anhaltend geringere gesellschaftliche und finanzielle Bewertung frauendominierter Berufe.
„Die anhaltende Lohnlücke zeigt: Freiwillige Maßnahmen reichen nicht aus. Wir brauchen verbindliche Regeln für faire Bezahlung, bessere Rahmenbedingungen für Sorgearbeit und echte wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen, gerade in ländlichen Regionen“, erklärt Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes.

Der dlv formuliert dazu klare Forderungen:

• Erwerbs- und unbezahlte Sorgearbeit müssen gemeinsam gedacht und als wirtschaftlicher Faktor anerkannt werden. Politische Vorstöße wie die Aufweichung des Acht-Stunden-Tags oder Einschränkungen beim Teilzeitrecht drohen insbesondere Frauen mit Sorgeverantwortung aus dem Arbeitsmarkt zu drängen.
• Das Entgelttransparenzgesetz muss im Zuge der Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie bürokratiearm gestärkt und auf Unternehmen mit weniger als 200 Beschäftigten ausgeweitet werden. Gerade im ländlichen Raum arbeiten viele Frauen in kleineren Betrieben ohne Betriebsrat und profitieren bislang nicht vom Auskunftsanspruch. Zudem fordert der dlv ein Verbandsklagerecht.
• Haushaltsnahe Dienstleistungen sollen durch legale, sozial abgesicherte und bezahlbare Angebote aufgewertet werden, etwa durch staatlich geförderte Gutscheinmodelle nach internationalem Vorbild.
• Eine Reform des Ehegattensplittings ist aus Sicht des Verbandes zentral – verbunden mit umfassender Beratung zu den ökonomischen Folgen steuerlicher Fehlanreize und einem Bestandsschutz für bestehende Ehen.
Der Equal Pay Day ist ein Aktionstag, der darauf aufmerksam macht, dass Frauen weltweit überall weniger verdienen als Männer. Der Deutsche LandFrauenverband appelliert anlässlich dessen verstärkt dafür, die Lebensrealitäten von Frauen ernst zu nehmen und strukturelle Benachteiligungen konsequent zu beseitigen.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher LandFrauenverband e.V. (dlv), Anja Götz, Referent(in) Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin, Telefon: 030 284492910

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