Schule nicht zu Diensten der Wirtschaft
(Berlin) - Kritik an der jüngsten Bildungsoffensive der deutschen Wirtschaft übte heute (10. Februar 2009) der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger.
"Die Schule muss nicht jenen zu Diensten sein, die Schule lediglich als Reparaturwerkstatt ansehen und mit neuen Fächern und Kampagnen gesellschaftliche Probleme auf die Schnelle flicken möchten", betonte Eckinger auf dem 2. Norddeutschen Lehrertag der VBE-Nordverbände in Hannover. "Deshalb rate ich dringend, die Wirtschaft möge das Konzept ihrer Bildungsoffensive kritisch hinterfragen. Ganz zweifellos ist eine gute Partnerschaft von Schule und Wirtschaft in der Region ein Pfund, mit dem es zu wuchern gilt, aber kurzsichtige Initiativen zur Verbreitung ökonomischen Wissens aus der Unternehmensküche sind nicht angebracht."
Weiter hob Eckinger hervor, Schule sei keine ökonomische Anstalt. "Schule hat nicht die Aufgabe, Schülerinnen und Schüler passgenau auf die Bedürfnisse der Wirtschaft zuzurichten. Wir Lehrerinnen und Lehrer engagieren uns in unserer Arbeit, junge Menschen zu offenen, selbstbewussten und kritischen Bürgerinnen und Bürgern zu bilden und zu erziehen, um ihnen eine gesellschaftliche Teilhabe und eine Teilhabe am Arbeitsmarkt zu ermöglichen."
Quelle und Kontaktadresse:
Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)
Pressestelle
Behrenstr. 23-24, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7261966-0, Telefax: (030) 7261966-19
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