Schulentwicklung im ländlichen Raum: Bildung ist Standortfaktor für den ländlichen Raum!
(Berlin) - Die Schulversorgung im ländlichen Raum darf nicht unter den demographischen Entwicklungen leiden, sagte die Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) Erika Lenz anlässlich der Vorstellung eines dlv-Positionspapieres zur Schulentwicklung und Schulstruktur im ländlichen Raum. Das Streben nach höheren Bildungsabschlüssen habe zur Folge, dass Hauptschulen vielfach als Restschulen angesehen werden. Ihre Abschlüsse bieten nur geringe Zukunftschancen auf dem Ausbildungsmarkt, bedauerte die Präsidentin. Dies betrifft insbesondere Bildung im ländlichen Raum, da Hauptschulen dort zahlenmäßig stärker vertreten sind.
Aus diesen Überlegungen heraus stehen für den dlv zwei Fragen um eine zukunftsfähige Schule bei der derzeitigen Debatte im Vordergrund: die Frage nach der Schulstruktur und die Frage nach einer zukunftsfähigen Schulentwicklung.
Dazu fordert der Deutsche LandFrauenverband:
- Die Bildungsversorgung muss auch im ländlichen Raum wohnortnah und mit einem qualitativ hochwertigen Angebot an weiterführender Schulbildung gewährleistet werden. Bildung ist ein Standortfaktor für den ländlichen Raum. Außerschulische Lernorte sollen dabei stärker mit einbezogen werden.
- Schulen mit qualifizierter Nachmittagsbetreuung müssen auch im ländlichen Raum in ausreichender Anzahl vorhanden sein. Qualifizierte Nachmittagsbetreuung muss von Fachkräften geleistet und angemessen finanziell honoriert werden.
- Schule kann nur gelingen, wenn alle Bildungsbeteiligten im stärkeren Dialog miteinander stehen. Schüler, Eltern, Lehrer, Schulleitungen und Vertreter der Kommunen müssen ihre Verantwortung wahrnehmen.
- Schulen brauchen mehr Eigenständigkeit, um ihr jeweils eigenes Profil entwickeln zu können. Dadurch wird auch die Attraktivität von Schulen im ländlichen Raum erhöht.
- Schule muss Alltagskompetenzen vermitteln. Hierzu gehören auch soziale Kompetenzen des Zusammenlebens.
- Lehrer sollen nach Leistung nicht nach der Art der Schulform, an der sie unterrichten, bezahlt werden.
- Schule muss Mädchen und Jungen entsprechend fördern. Geschlechtsspezifische Aspekte des Lernens von Jungen und Mädchen dürfen dabei im ländlichen Raum nicht zu kurz kommen.
- In der Grundschule sollen sowohl Lehrerinnen als auch Lehrer unterrichten, damit Kinder weibliche und männliche Vorbilder haben.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher LandFrauenverband e.V. (dlv), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Pressestelle
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 284492910, Telefax: (030) 284492919
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