Schulte: Mindestlohn wird zum politischen Vehikel
(Berlin/Düsseldorf) - Der Mittelstand in Nordrhein-Westfalen sieht die Entscheidung zur Anhebung des Mindestlohns auf 9,35Euro pro Stunde bis zum Jahre 2020 kritisch. Dazu erklärt NRW-Landesgeschäftsführer Herbert Schulte vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW):
"Die Politik hat mit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns eine Situation herbeigeführt, in der ein Teil des Arbeitsmarktes aus der Tarifautonomie herausgebrochen wurde. So ist erstmals ein lohnpolitisches Vehikel entstanden, das nur scheinbar dem Pfad der realen Lohnentwicklung folgt. In den kommenden Runden wird der politische Druck auf die Mindestlohnkommission kontinuierlich steigen. Die jüngste Anhebung des Mindestlohns durch die zuständige Kommission wird zahlreiche Betriebe des Dienstleistungssektors hart treffen. Es ist eine grobe Fehleinschätzung zu glauben, der konjunkturelle Aufschwung setze sich ewig in der Weise fort, dass auch trotz steigender Löhne am unteren Lohnende genügend Arbeitsplätze angeboten werden könnten, um die großen sozialen Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Gerade mit Blick auf die Integration von Migranten mit geringem Ausbildungsniveau kann sich der Mindestlohn in vielen Fällen als unüberwindbare Hürde beim Einstieg in den regulären Arbeitsmarkt erweisen und so wie eine Integrationsbremse wirken."
Quelle und Kontaktadresse:
(BVMW) Bundesverband mittelständische Wirtschaft Unternehmerverband Deutschlands e.V.
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