Sehrbrock: Ausbildung in Europa muss gefördert werden
(Berlin) - Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock fordert eine stärkere Integration von Ausbildungsabschnitten, die im Ausland absolviert werden. Auf der europaweiten Mitgliederversammlung des Europäischen Zentrums für Arbeitnehmerfragen sagte Sehrbrock am Samstag (04. Dezember 2006) in Königswinter:
Als die Handwerksgesellen noch wanderten, war es für sie selbstverständlich, über die Grenzen ihrer Heimat hinauszugehen und in der Fremde zu arbeiten und zu lernen. Das war eine Voraussetzung für spätere Meister. Im erweiterten Europa muss Ausbildung auch in Nachbarländern erleichtert werden. Heute gehen allenfalls zwei Prozent der deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für einige Zeit ins Ausland.
Ich plädiere dafür, in Ausbildung und Studium Ausbildungsabschnitte im Ausland zu integrieren. Unsere Hochschulen und unser Berufsbildungsgesetz bieten dafür prinzipiell die Möglichkeiten. Aufgrund der rechtlichen und finanziellen Unsicherheiten sind sie aber für viele nicht attraktiv.
Das Berufsbildungsgesetz verbrieft zwar das Recht ein Viertel der Ausbildungszeit im Ausland zu absolvieren, eine verbindliche Förderung gibt es allerdings nicht. Da Beratungsstrukturen noch unzureichend vorhanden sind, darf man sich nicht wundern, dass nur jeder hundertste deutsche Jugendliche ins Ausland geht. Jugendliche brauchen mehr Informationen und Rechtssicherheiten, verbindliche Freistellungs- und Unterhaltsregelungen.
Dem Europäischen Zentrum für Arbeitnehmerfragen mit Sitz in Königswinter gehören rund 80 christlich-sozial orientierte Bildungsstätten und Bildungsträger aus ganz Europa an.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand
Hilmar Höhn, Leiter, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin
Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060324
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