Pressemitteilung | Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) - Bundesvorstand
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Sehrbrock: Lohndumping stoppen, Mindestlöhne einführen

(Berlin) - Die stellvertretende DGB-Vorsitzende, Ingrid Sehrbrock, hat am Dienstag (01. Mai 2007) auf der DGB-Kundgebung zum 1. Mai in Chemnitz dazu aufgefordert, die Unterschriftenkampagnen der CDU-Arbeitnehmerorganisation CDA oder der SPD zu unterstützen, um die Bundesregierung zum Handeln zu bewegen. „Ich kann es kaum noch mit ansehen, wie sich die Koalitionspartner erfolglos von Termin zu Termin hangeln, wenn es um den Mindestlohn geht,“ sagte Sehrbrock. „Wer immer noch Lohndumping und Hungerlöhne billigend in Kauf nimmt, braucht sich nicht zu wundern, wenn das Vertrauen in die Politik weiter schwindet.“

„Für anständige Arbeit muss auch anständiger Lohn gezahlt werden,“ so die stellvertretende DGB-Vorsitzende. Gerade in den ostdeutschen Bundesländern stelle neben der hohen Arbeitslosigkeit der wachsende Niedriglohnbereich das Hauptproblem dar. Die Politik der Agenda 2010 habe gerade dazu eingeladen, sozialversicherungspflichtige durch prekäre Beschäftigungsverhältnisse zu ersetzen und den Bezug von ALG II bei den Löhnen mit einzukalkulieren.

Sehrbrock griff die Unternehmen aber auch wegen ihrer mangelnden Bereitschaft zur Ausbildung an. Die DAX-Unternehmen hätten ihre Kapazitäten im Vergleich zum Vorjahr noch einmal zurückgefahren. Aber auch Klein- und Mittelbetriebe müssten jetzt alle Möglichkeiten nutzen, um dem drohenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand Axel Brower-Rabinowitsch, Leiter, Presse- / Öffentlichkeitsarbeit, Finanzen Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060-324

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