Pressemitteilung | Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) - Bundesvorstand
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Sehrbrock: Neue Prioritäten in der Flexicurity-Debatte setzen

(Berlin) - Ingrid Sehrbrock hat die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Absicherung von Arbeitszeitkonten als „völlig unzureichend“ bezeichnet. „Wir brauchen eine Balance zwischen Flexibilität und Sicherheit“, sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende auf der Tagung „Chancen und Risiken flexibler Arbeitszeitgestaltung“ am Donnerstag (13. September 2007) in Berlin. „Wir haben in Deutschland Flexibilität, nur mit der Sicherheit hapert es“, so Sehrbrock.

Außerdem übte sie Kritik am Grünbuch Arbeitsrecht der EU-Kommission: „Aus der gestiegenen Zahl flexibler, aber eben oft auch prekärer Arbeitsverhältnisse, sollte nicht der Schluss gezogen werden, dass Normalarbeitsverhältnisse durch Abbau von Arbeitnehmerrechten – insbesondere des Kündigungsschutzes – an diese unsicheren und befristeten Arbeitsverhältnisse angepasst werden.“

Europa müsse jedoch den Weg des sozialen Fortschritts und „guter Arbeit“ gehen, forderte die stellvertretende DGB-Vorsitzende: „Das geht jedoch nur, wenn die Zahl dauerhafter, sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse gesteigert wird. Dabei muss die Qualität der Arbeit am Anfang aller Überlegungen zu Flexicurity stehen.“ Gesundheitsschonende Arbeitsbedingungen, berufsbegleitende Weiterbildung, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie ein gesetzlicher Mindestlohn müssten in der Debatte um Flexicurity den höchsten Stellenwert bekommen, so Sehrbrock.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand Axel Brower-Rabinowitsch, Leiter, Presse- / Öffentlichkeitsarbeit, Finanzen Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060-324

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