Pressemitteilung | DWA - Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.
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Sichere Sanitärversorgung weltweit gewährleisten / Presseinformation der DWA zum Tag des Wassers 2008

(Hennef) - In diesem Jahr steht der internationale Tag des Wassers (22. März) unter dem Motto „Sanitation – Sichere Sanitärversorgung weltweit gewährleisten“. Das für 2008 gewählte Thema erinnert daran, dass neben den weltweit 1,2 Milliarden Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser mehr als 2,5 Milliarden Menschen nicht über sanitäre Einrichtungen oder zumindest einfache Latrinen verfügen. Für die Schaffung der notwendigen Kapazitäten sind häufig angepasste Technologien erforderlich, um in den meist wasserarmen Regionen wertvolles Trink­wasser zu schonen. Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) unterstützt mit ihren 14 000 Mitgliedern die Ziele des Weltwassertages sowie des International Year of Sanitation 2008. Sie engagiert sich schon seit vielen Jahren erfolgreich auf internationaler Ebene, vor allem in den Bereichen Bildung und technische Regelsetzung. Der Tag des Wassers geht auf eine Resolution der Vereinten Nationen vom 22. Dezember 1992 zurück. Der erste Tag des Wassers stand 1994 unter dem Motto „Caring for our water resources is everyone´s business”.

Eine geordnete Wasser- und Sanitärversorgung ist ein Menschenrecht – vor allem für die Kinder

Die zentrale Herausforderung der Wasser- und Sanitärversorgung liegt in den geringen Versorgungsgraden der armen Haushalte. In der Region südlich der Sahara haben mehr als 40 Prozent der Bevölkerung keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser, 60 Prozent leben ohne angemessene Sanitärversorgung. Jedes Jahr sterben weltweit 1,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren an den Folgen von Krankheiten, die durch verschmutztes Wasser übertragen werden. In den Entwicklungsländern müssen viele Familien ihr tägliches Trinkwasser aus offenen Tümpeln holen. Oft gibt es keine Toiletten oder eine geregelte Abwasserentsorgung. Durchfallerkrankungen und Infektionen wie Cholera bedrohen vor allem das Leben der Kleinkinder.

Ein gutes Beispiel: Die DWA-Kooperation mit dem UN Water Decade Programme on Capacity Development der United Nations University

Die DWA engagiert sich schon seit vielen Jahren erfolgreich im internationalen Bereich. Aktuell wurde Ende 2007 ein Kooperationsvertrag mit dem UN Water Decade Programme on Capacity Development (UNW-DPC) der United Nations University in Bonn unterzeichnet. Die DWA stellt hierfür ihr bestehendes Netzwerk zur Verfügung und wird die guten Erfahrungen in Deutschland in den Bereichen der Normung, der Facharbeiter- und Meisterausbildung und der Nachbarschaftsarbeit für andere Länder darstellen und erklären. Die UNW-DPC unterstützt die DWA-Mitglieder bei der Kontaktaufnahme mit ausländischen Fachkollegen und der Informationsverbreitung. Sommerschulen, Tagungen werden entstehen, in Deutschland und im Ausland. Das bestehende Young Scientists & Professionals Programme der DWA wird hierbei unterstützt und während der IFAT 2008 (München) und der Wasser Berlin 2009 durchgeführt. Beide Partner werden die berufliche Qualifikation – z. B. Fachkraft für Wasserversorgungstechnik und Fachkraft für Abwassertechnik – fördern.

Internationale Aktivitäten zur Verbesserung der sanitären Grundversorgung besitzen für die DWA einen hohen Stellenwert

In einer Resolution des Jahres 2003 unterstützte die Mitgliederversammlung der DWA die globalen Aktionsziele für den Zugang zu sauberem Trinkwasser sowie für die Schaffung von Abwasseranlagen und strebt zudem weitere Kooperationen mit verwandten Verbänden und Partnerorganisationen an. Diese Resolution wird durch verschiedene Verbandstätigkeiten mit Leben erfüllt. Zu nennen sind hier unter anderem:

die internationale Ausrichtung der Bildungsarbeit (beispielsweise durch die Gründung eines deutsch-chinesischen Trainingszentrums für Fach- und Führungskräfte der Wasserwirtschaft), die internationale Ausrichtung der Gremien- und Regelwerksarbeit, die Fortführung von Informationsveranstaltungen über die Exportaussichten der deutschen Wasser- und Abfallwirtschaft im Ausland (z. B. Internationales Forum der Wasser- und Abfallwirtschaft), die Einführung von Nachwuchskräften in den internationalen Bereich (z. B. mittels des 14-Tage-Kompaktprogramms „Einführung in die deutsche Wasserwirtschaft mit internationaler Ausrichtung“), die Beteiligung an bedeutenden Umweltmessen wie der IFAT sowie der IFAT China, Engagement auf dem Gebiet neuartiger Sanitärsysteme sowie die Stärkung des Services für die mehr als 650 in rund 60 Ländern lebenden DWA-Mitgliedern im Ausland.

Kurzbeschreibung der DWA

Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) setzt sich in­tensiv für die Entwicklung einer sicheren und nachhaltigen Wasserwirtschaft ein. Als politisch und wirt­schaftlich unabhängige Organisation arbeitet sie fachlich auf den Gebie­ten Wasserwirt­schaft, Abwasser, Abfall und Bodenschutz.

In Europa ist die DWA die mitgliederstärkste Vereinigung auf diesem Gebiet und nimmt durch ihre fachliche Kompetenz bezüglich Normung, Bildung und Information der Öffentlichkeit eine besondere Stellung ein. Die rund 14 000 Mitglieder repräsentieren die Fachleute und Führungs­kräfte aus Kommunen, Hochschulen, Ingenieurbüros, Behörden und Unternehmen.

Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeiten liegt auf der Erarbeitung und Aktualisierung eines einheit­lichen technischen Regelwerkes sowie der Mitarbeit bei der Aufstellung fachspezifischer Normen auf nationaler und internationaler Ebene. Hierzu gehören nicht nur die technisch-wissenschaft­lichen Themen, sondern auch die wirtschaftlichen und rechtlichen Belange des Umwelt- und Gewässerschutzes.

Quelle und Kontaktadresse:
DWA Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. Pressestelle Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef Telefon: (02242) 8720, Telefax: (02242) 872135

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