Sicherheitsbehörden akzeptieren seit mehr als einem Jahr Sicherheitslücke bei der Terrorbekämpfung / Sprengstoff TATP (Triezacetontriezperoxyd) kann bei automatischen Kontrollen nicht gefunden werden
(Birkenwerder) Das sprengfähige Chemikaliengemisch TATP kann von derzeitig im Einsatz befindlichen Spürgeräten (Detektoren) nicht als Sprengstoff identifiziert werden, entsprechend ausgebildete Spürhunde stehen nicht zur Verfügung. Diese Umstände sind den deutschen Sicherheitsbehörden seit längerem, mindestens jedoch einem Jahr bekannt, so kann man mit Terrorgefahr nicht umgehen, bewertet der BDK-Vorsitzende Klaus Jansen die Versäumnisse der Sicherheitsbehörden. Hinter der chemischen Bezeichnung TATP verbirgt sich lediglich ein Gemisch aus frei käuflichen Flüssigkeiten eines Bau- oder Drogeriemarktes (z.B. Pinselreiniger und Haarbleichmittel). Anleitungen zur Gemischherstellung gibt es im Internet. Ebenso sind im Internet passende Zündvorrichtungen recherchierbar.
Wie lange wollen die Sicherheitsbehörden zudem noch akzeptieren, dass Bau- und Handlungsanleitungen für Sprengstoffanschläge im Internet frei zugänglich sind?, hinterfragt der BDK-Chef Klaus Jansen die Untätigkeit der Politik und Sicherheitsbehörden. Wenn wir nicht in der Lage sind zu identifizieren wer diese Seiten einstellt oder runter lädt, fehlt uns ein wichtiger Ermittlungsansatz zur Verhinderung von Terroranschlägen.
Quelle und Kontaktadresse:
Bund Deutscher Kriminalbeamter e.V. Bundesgeschäftsstelle (BDK)
Bernd Carstensen, Pressesprecher
Theodor-Storm-Str. 17-18, 16547 Birkenwerder
Telefon: (03303) 500132, Telefax: (03303) 503070
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