Pressemitteilung | Bund Deutscher Kriminalbeamter e.V. (BDK)
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Sicherungsverwahrung für junge Schwerstkriminelle / Große Koalition setzt Forderung des Bund Deutscher Kriminalbeamter um

(Berlin) - Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) begrüßt den Beschluss der Regierungsparteien, die nachträgliche Sicherungsverwahrung junger Schwerstkrimineller zu ermöglichen. Mit dem neuen Gesetz würde eine langjährige Forderung des Verbandes für mehr Opferschutz erfüllt.

Der BDK Bundesvorsitzende Klaus Jansen erklärt hierzu: „Die nachträgliche Anordnung von Sicherungsverwahrung bei Jugendlichen und Heranwachsenden ist der letzte Ausweg, die Bevölkerung vor einer Gefährdung verurteilter jugendlicher Schwerstkrimineller nach deren Haftentlassung zu schützen. Sie wird nur in wenigen extremen Ausnahmefällen unter Zugrundelegung strenger Prüfkriterien in Betracht kommen, falls die im Vordergrund stehende Resozialisierung während der Jugendhaft misslingt.“

Der BDK fordert in diesem Zusammenhang, dass den Justizvollzugsanstalten ausreichende Personal- und Finanzmittel zur Resozialisierung junger Straftäter zur Verfügung stehen müssen. Resozialisierung als Vollzugsziel ist vom Bundesverfassungsgericht in seiner Entscheidung über die Notwendigkeit der Schaffung eigener Jugendstrafvollzugsgesetze deutlich hervorgehoben worden.

„Die neu eröffnete Möglichkeit der nachträglichen Sicherungsverwahrung für Jugendliche und Heranwachsende ist lediglich ein kleiner Bestandteil des Maßnahmenkataloges, den der Bund Deutscher Kriminalbeamter zur Bekämpfung der Jugendkriminalität in einer länderübergreifenden Arbeitsgruppe unter der Leitung des BDK Landesvorsitzenden Saarland, Michael Rupp, erarbeitet. Die Diskussion hierüber sollte nicht von den eigentlichen Ursachen von Jugendkriminalität, wie beispielsweise der steigenden Kinderarmut, ablenken. Auf diese müssen wir uns weiter konzentrieren“, fordert der BDK Vorsitzende Klaus Jansen politische Anstrengungen zur Verhinderung von Jugendkriminalität.

Quelle und Kontaktadresse:
Bund Deutscher Kriminalbeamter e.V. Bundesgeschäftsstelle (BDK) Bernd Carstensen, Pressesprecher Poststr. 4-5, 10178 Berlin Telefon: (030) 24630450, Telefax: (030) 246304529

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