Pressemitteilung | Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA)

Solarstrom-Subventionen kürzen mit Verbraucher-Risiko / Schlussverkauf treibt den Markt wie im Vorjahr anstatt ihn zu bremsen

(Hannover) - Die schwarz-gelbe Bundesregierung kündigt für Juli eine Extrakürzung der Einspeisevergütung an. Die Subventionen erhalten Modulbesitzer für das Einleiten ihres erzeugten Solarstroms ins Netz. Der Plan sieht das Kürzen um bis zu 15 Prozent vor. Entscheidend ist der Zubau in den Monaten März bis Mai 2011. Bleibt er unter sechs Gigawatt, reduziert sich die Vergütung nur um neun Prozent. Das turnusmäßige Senken zum 1. Januar 2012 fällt dafür entsprechend geringer aus.

Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesverbands der Energie -Abnehmer e. V. (VEA), gewinnt diesem Plan wenig Positives ab: "Das vorgezogene Kürzen der Einspeisevergütung kommt der Solarbranche hauptsächlich selbst zugute. Viele Hausbesitzer kaufen ih re Solarzellen nun schon im ersten Halbjahr. So kommen sie in den Genuss höherer Subventionen. Zudem fällt das Wachstum im Juni beim Berechnen der Kürzung unter den Tisch."

Im Juni 2010 betrug der Zubau an Solarmodulen in Deutschland zwei Gigawatt. Diese Leistung entsprach zwei Atomkraftwerken und übertraf alle fünf Vormonate. Den Verbrauchern bescherte sie eine Rechnung in Milliardenhöhe durch die Strompreiserhöhungen zum Jahreswechsel.

"Die Reform des Erneuerbare-Energien -Gesetzes (EEG) muss deutlich weiter greifen ", fordert Manfred Panitz. "Sonst werden die deutschen Stromkunden weiterhin die chinesische Wirtschaft mit Milliardenaufwand subventionieren, ohne dass dadurch nennenswert CO2 bei uns eingespart wird."

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) Manfred Panitz, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Zeißstr. 72, 30519 Hannover Telefon: (0511) 98480, Telefax: (0511) 9848-188

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