Solidaritätserklärung des DGB-Bundesvorstands mit den Nokia Beschäftigten
(Berlin) - Der DGB-Bundesvorstand unterstützt die Beschäftigten des Nokia-Werkes in Bochum im Kampf um die Erhaltung ihrer Arbeitsplätze. Es ist nicht hinnehmbar, dass mehr als 4.000 Beschäftigte direkt oder indirekt durch die Schließung des Bochumer Werkes ihren Arbeitsplatz verlieren, nur weil durch eine Unternehmensentscheidung ein Standort ausfindig gemacht werden konnte, mit dem eine noch höhere Kapitalrendite zu erzielen ist.
Es ist geradezu unanständig, nach Auslaufen von Staatshilfen in Größenordnungen von annähernd 90 Millionen Euro dem Standort Bochum und der Region den Rücken zu kehren und den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie deren Familien Arbeitslosigkeit, Angst und Perspektivlosigkeit zuzumuten. Die Beschäftigten haben gerade in der Vergangenheit in höchstem Maße ihren Einsatz für das Unternehmen Nokia gezeigt und sollen jetzt kalt abserviert werden. Gerade auch die Entscheidung zur Schließung wurde nur durch eine Pressekonferenz mitgeteilt und zeigt, dass hier jede soziale Verantwortung auf Unternehmensseite fehlt.
Diese Vorgehensweise der Firma Nokia wird durch den DGB-Bundesvorstand scharf verurteilt und lässt insbesondere auch auf Unternehmensseite ein Gespür für soziale Ausgewogenheit von Unternehmensentscheidungen vermissen.
Es ist ein Irrglaube zu meinen, durch die Wahl eines anderen Produktionsstandortes die Rendite vergrößern zu können - wo der Lohnkostenanteil in Bochum bei nur fünf Prozent liegt. Es wird dabei der jetzt schon eingetretene immense Schaden für das Firmenimage nicht berücksichtigt, in dessen Folge ein Renditeziel möglicherweise gar nicht erreicht wird, weil Verbraucher diese Unternehmensentscheidung bei der nächsten Produktwahl nicht vergessen werden. Die Empörung über das Vorgehen von Nokia geht weit über die Region hinaus.
Die Gewerkschaften erwarten von dem Unternehmen Nokia eine Entscheidung für den Standort Bochum und damit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das Unternehmen und ihre Produkte bislang so hervorragend platziert haben. Die Aufforderung geht an die Politik, diesen Prozess im Sinne der Erhaltung von Arbeitsplätzen entschieden zu unterstützen. Die Mitglieder des DGB-Bundesvorstandes übermitteln allen Beschäftigten des Konzerns Nokia und natürlich auch den von der Entscheidung des Unternehmens betroffenen Leiharbeitnehmern sowie ihren Familien ihre solidarischen Grüße und senden ein herzliches Glück auf! in diesem Kampf nach Bochum.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand
Axel Brower-Rabinowitsch, Leiter, Presse- / Öffentlichkeitsarbeit, Finanzen
Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin
Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060-324
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

