Pressemitteilung | Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) - Bundesvorstand
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Sommer fordert Dammbruch bei Mindestlöhnen

(Berlin) - Angesichts der anhaltenden Kritik an Mindestlöhnen durch Arbeitgeberpräsident Hundt und Wirtschaftsminister Michael Glos erklärt der DGB-Vorsitzende Michael Sommer am Montag (17. Dezember 2007) in Berlin:

„Was Wirtschaftsminister Glos fürchtet, fordert der DGB zusammen mit Zigmillionen Deutschen: Einen Dammbruch bei den Mindestlöhnen. Alle Behauptungen, dies würde massiven Arbeitsplatzabbau bedeuten, sind nicht zu belegen. Die Tatsachen sprechen dagegen. Fast alle anderen Industrienationen haben Mindestlöhne und oft eine bessere Beschäftigungsbilanz als Deutschland. Andersherum wird deshalb ein Schuh daraus: Ohne Mindestlöhne – nicht unter 7,50 Euro pro Stunde – werden bisher konkurrenzfähige, Existenz sichernde Löhne und Arbeitsplätze vernichtet. Das passiert derzeit auf breiter Front z.B. durch Leiharbeit, ohne dass Glos und Hundt diese Arbeitsplatzverluste beklagen – und wird sich mit der weiteren Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für Arbeitnehmer aus den osteuropäischen Beitrittsstaaten 2009 dramatisch verschärfen. Ich sage schon jetzt voraus: Wenn dann das Handwerk und der Mittelstand im Dienstleistungsgewerbe mit Dumpinglöhnen konfrontiert werden und deswegen um ihre Existenz kämpfen, werden die Herren Glos und Hundt die ersten sein, die nach Mindestlöhnen rufen. Dann allerdings wird es schon fast zu spät sein.“

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand Axel Brower-Rabinowitsch, Leiter, Presse- / Öffentlichkeitsarbeit, Finanzen Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060-324

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