Pressemitteilung | Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)
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Sonnleitner erhofft sich „Regierung der Taten“ / DBV erwartet faire und ausgewogene Reformen

(Berlin) - Globalisierung, Markt und Wettbewerb bestimmen die Richtung der Landwirtschaft. Der Gegenwind kommt von den klammen öffentlichen Kassen, den reformbedürftigen Sozial- und Steuersystemen und der überbordenden Bürokratie. Dies sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, anlässlich der 58. Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen am 3. Januar 2006 in Baunatal. Für die Bauern sei es enttäuschend, dass sie in der Gesellschaft immer wieder auf falsche Vorstellungen und Einstellungen gegenüber ihrem Tun und Handeln stoßen. So hätten sich die Bauern lange Zeit anhören müssen, sie seien der hoch subventionierte Kostgänger der Nation. Zu wenig wurde bislang gesehen, dass mehr als 4 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland direkt oder indirekt mit der Land- und Forstwirtschaft verbunden seien, erklärte Sonnleitner.

Sonnleitner erinnerte daran, dass die Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft ein Wirtschaftsbereich ist, der mit der Automobilindustrie auf Augenhöhe stehe. Dieser hoch innovative Sektor investiere kräftig in die Zukunft und nutze Wissenschaft sowie Forschung. Außerdem steht er nach Aussage Sonnleitners mit beiden Beinen im Binnenmarkt, denke nicht sofort an die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland und halte eine gepflegte Landschaft für die gesamte Bevölkerung bereit.

Sonnleitner erwartet von einer neuen Bundesregierung keine „Wunder oder das Ausstreuen eines Füllhornes“. Ein berechtigter Anspruch sei es aber, dass diejenigen, die etwas leisten, die sich anstrengen, die Risiken am Standort Deutschland auf sich nehmen oder Kinder aufziehen, in der Gesellschaft besser dastehen als diejenigen, die das soziale Sicherungsnetz missbrauchen. Vor allem aber hofft Sonnleitner, dass es wirklich zu einer „Regierung der Taten“ kommt, wie in der Regierungserklärung der Großen Koalition angekündigt. Auch wenn „der Kelch notwendiger Reformen nicht an Deutschland und nicht an uns Bauernfamilien vorbei gehen wird“, kommt es nach Aussage Sonnleitners entscheidend darauf an, wie diese Veränderungsprozesse eingeleitet, entschieden und umgesetzt würden. Wichtig sei es vor allem, dass sie fair, ausgewogen und mit den Betroffenen gestaltet werden. Insgesamt stimme es ihn optimistisch, dass man nun „die Bauernfamilien wirklich will, und zwar nicht nur in ihrer Funktion als Landschaftspfleger, sondern auch als Mitspieler am Markt, als zukunftsorientierte Branche in unserer Volkswirtschaft“.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Dr. Michael Lohse, Pressesprecher, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 31904-0, Telefax: (030) 31904-205

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