Sonnleitner fordert ausgewogenes Ergebnis bei WTO / Schreiben an Bundeskanzlerin Merkel im Vorfeld des G8-Gipfels
(Berlin) - Ich möchte Sie bitten, mit diplomatischem Geschick, Verlässlichkeit und Augenmaß auf ein ausgewogenes WTO-Abkommen hinzuwirken, das die heimische Landwirtschaft nicht aufs Spiel setzt. Dies schrieb der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, in einem Brief an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel im Vorfeld des G8-Gipfels. Sonnleitner wies darauf hin, dass eine funktionierende Landwirtschaft sowohl für die Entwicklungsländer als auch die entwickelten Länder sehr bedeutend ist. Landwirtschaft sei kein beliebiger, sondern ein sehr eigen- und bodenständiger Wirtschaftszweig. Doch seien die Gefahren für eine weltweit nachhaltige Landwirtschaft bei einem unausgewogenen Abschluss der Entwicklungsrunde groß, betonte der DBV-Präsident. Reine Liberalisierung helfe den Bauern in den Entwicklungsländern nicht, vielmehr sei eine Verbesserung des institutionellen Rahmens wie verlässliche Verwaltungs- und Rechtsverhältnisse notwendig.
In den vergangenen Jahren habe allein die Europäische Union die WTO-Verhandlungsrunde mit weitgehenden Zugeständnissen für den Bereich Landwirtschaft am Leben erhalten. Dagegen gebe es für die Bereiche Industrie und Dienstleistungen bislang keine entsprechenden Gegenangebote. Mit einem substanziellen Angebot von Oktober 2005 ist die Europäische Kommission nach Aussage Sonnleitners bereits an die Grenze dessen gegangen, was für die heimische Landwirtschaft vor dem Hintergrund hoher Standards im Tier-, Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz verkraftbar ist. Ausgewogenheit beim WTO-Abkommen sei daher das Gebot der Stunde, verdeutlichte Sonnleitner.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Pressestelle
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