Sonnleitner und Duppré: Im Land liegen Kraft und Potenzial / Bauernverband und Landkreistag legen 10 Punkte zur Entwicklung des ländlichen Raums vor
(Berlin) - Jede Region verfügt über wirtschaftliche Ressourcen, die erkannt, entwickelt und gefördert werden müssen. Nicht nur in Ballungszentren, sondern auch im Land liegen Kraft und Potenzial, so lautete das übereinstimmende Fazit von Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), und Hans Jörg Duppré, Präsident des Deutschen Landkreistages (DLT), anlässlich der Vorstellung eines gemeinsamen 10-Punkte-Papiers zur Stärkung der ländlichen Gebiete heute (18. Juli 2006) in Berlin. So kann ein nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum erreicht werden.
Sonnleitner und Duppré erinnerten daran, dass der ländliche Raum einiges zu bieten habe: 57 Prozent der Wirtschaftleistung haben hier ihren Ursprung und 60 Prozent aller deutschen Jobs sind hier angesiedelt. Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft finden ideale Bedingungen vor, die landschaftliche Attraktivität bietet ein gutes Klima für die Tourismus- und Erholungsbranche. Diese und andere Standortvorteile des ländlichen Raums müssen weiter entwickelt und ausgebaut werden. Deutschland braucht Arbeitsplätze in Stadt und Land.
Eine moderne Förderpolitik müsse daher unter anderem die Entwicklung dieser Potenziale unterstützen. Die Agrar- und die Regionalförderung leisten wichtige Beiträge zur wirtschaftlichen Entfaltung der Regionen. Dabei ist die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft ebenso wichtig wie die Entstehung außerlandwirtschaftlicher Beschäftigung. EU, Bund und Länder dürfen sich nicht aus ihrer Verantwortung für die ländlichen Räume zurückziehen, sondern müssen sich ihrer Aufgabe bewusst sein.
Beide Verbände sind sich in diesem Zusammenhang darüber einig, dass eine Konzentration derartiger Anstrengungen auf Metropolregionen der falsche Weg sei: So werden nur die Unterschiede zwischen Stadt und Land vergrößert und die Handlungsmöglichkeiten verkürzt. Ballungsgebiete und ländliche Räume haben je verschiedene Potenziale, die gefördert werden müssen. Zudem sei eine Politik prinzipiell fragwürdig, die Branchen oder Regionen fördert, die staatlicher Unterstützung im Grunde gerade nicht bedürfen.
In Anbetracht der mitunter großen Herausforderungen stünden Landkreise und Landwirte gemeinsam in der Pflicht, ihre Region nach Kräften zu entwickeln. Zu einer attraktiven Region mit einem breiten Spektrum an Beschäftigungsmöglichkeiten gehören auch attraktive öffentliche Leistungen. Daher müssen die Kommunen in Anbetracht des demografischen Wandels in ihrer Rolle als Sachwalter der Entwicklung ihrer Region unterstützt und ihre finanzielle Ausstattung zukunftsfest und flächenbezogen ausgestaltet werden.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Dr. Michael Lohse, Pressesprecher, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 31904-0, Telefax: (030) 31904-205
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