Pressemitteilung | Sozialverband Deutschland e.V. - Bundesverband (SoVD)

SoVD kritisiert Erhöhung der Pauschalen für Bundestagsabgeordnete: Eine Ohrfeige für Rentner und Arbeitslose

(Berlin) - Als „Ohrfeige für alle Rentner und Arbeitslose“ hat der Sozialverband Deutschland (SoVD) die geplante, „völlig instinktlose“ Anhebung der Aufwendungen für die Beschäftigung von Mitarbeitern der Bundestagsabgeordneten um 750 Euro pro Monat kritisiert. Während man den Rentnern und Arbeitslosen reale Einkommensverluste zumute, könnten die Bundestagsabgeordneten ihren Mitarbeitern großzügige Gehaltserhöhungen genehmigen oder sie mit vollem Lohnausgleich länger als bisher beschäftigen, betonte SoVD-Präsident Adolf Bauer. Dabei sei die Pauschale für Mitarbeiter der Parlamentarier mit 9.000 Euro bereits jetzt großzügig bemessen. Diese Selbstbedienung der Abgeordneten sei durch nichts gerechtfertigt und müsse jedem Rentner und jeder Rentnerin, aber auch vielen Arbeitslosen bitter aufstoßen, weil sie im kommenden Jahr mit weniger Geld auskommen müssen.

Der SoVD akzeptiere, dass unsere Abgeordneten qualifizierte Mitarbeiter benötigen, um im Interesse der Bürger sachgerecht entscheiden zu können. Diese Mitarbeiter entlasteten aber die Bundestagsabgeordneten offenbar bereits heute über das nötige Maß hinaus, wie die zahlreichen Nebenbeschäftigungen vieler Parlamentarier vermuten lassen, unterstrich Bauer. Auch von daher bestehe kein Bedarf für eine Erhöhung der Mitarbeiterpauschale. Vor allem aber gelte: „Renten kürzen und gleichzeitig Parlamentsmitarbeiter besser stellen zeugt von sozialer Ignoranz und lässt jedes politisches Fingerspitzengefühl vermissen.“

Quelle und Kontaktadresse:
Sozialverband Deutschland e.V. - Bundesverband, Geschäftsstelle Berlin (SoVD) Stralauer Str. 63, 10179 Berlin Telefon: 030/7262220, Telefax: 030/726222311

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