SoVD tritt NRW-Bündnis Eine Schule für alle bei
(Düsseldorf) - Dazu erklärt SoVD-Landesvorsitzende Marianne Saarholz:
Der Sozialverband Deutschland, Landesverband NRW (SoVD NRW), ist dem nordrhein-westfälischen Bündnis Eine Schule für alle beigetreten. Denn mit großer Sorge sehen wir, dass das bestehende Bildungssystem zu einem erheblichen Teil sozial benachteiligte und behinderte Kinder ausgrenzt. Gemeinsam mit dem Bündnis fordern wir deshalb einen Richtungswechsel in der nordrhein-westfälischen Bildungspolitik. Es darf nicht länger sein, dass soziale Herkunft und Behinderung über den Bildungsabschluss entscheiden, weil die Kinder von Anfang an in unterschiedliche Schulformen aufgeteilt werden. Wir fordern einen gemeinsamen Unterricht von Klasse 1 bis 10, damit alle Kinder und Jugendliche gleiche Bildungschancen haben. Auch Kinder mit besonderem Unterstützungs- und Förderbedarf sollten im Regelsystem unterrichtet werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Schulen entsprechend personell ausgestattet werden, um individuelle Förderung anbieten zu können. Überdies sollten alle Bildungseinrichtungen barrierefrei gestaltet sein, damit sie für alle Kinder zugänglich sind.
Im europäischen Vergleich sind 60 bis 80 Prozent der Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf ins allgemeine Regelschulsystem integriert, in NRW sind es nur 12,6 Prozent. Das mehrgliedrige Schulsystem wurde in vielen europäischen Nachbarstaaten erfolgreich abgeschafft.
Quelle und Kontaktadresse:
Sozialverband Deutschland e.V. Landesverband Nordrhein-Westfalen (SoVD)
Michaela Gehms, Pressesprecherin
Erkrather Str. 343, 40231 Düsseldorf
Telefon: (0211) 38603-0, Telefax: (0211) 382175
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