Sparmotiv Altersvorsorge legt zu / Sparbereitschaft sinkt
(Berlin) - Die Altersvorsorge bleibt unangefochten an der Spitze der Sparmotive: 66,5 Prozent der Bundesbürger nannten dieses Sparziel bei einer im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen im Oktober 2007 zum 31. Mal durchgeführten repräsentativen Umfrage zum Sparverhalten der Bundesbürger. TNS Infratest, Bielefeld, interviewte dabei mehr als 2.000 Bundesbürgern im Alter von 14 Jahren und mehr. (Die Umfrage wird drei Mal im Jahr durchgeführt.) 66,5 Prozent - das ist nach Angaben des Verbandes der bislang zweithöchste Wert nach 67,3 Prozent Anfang 2005 und deutlich mehr als die 62,0 Prozent vor einem Jahr.
Um fast 2 Prozent-Punkte auf 50,4 Prozent gestiegen sei der Anteil der Bundesbürger, die überhaupt etwas zur Seite legen können. Doch trotz dieser positiven Momentaufnahme hätten im Durchschnitt aller drei Befragungen im Jahr 2007 nur 49,0 Prozent der Deutschen für einen bestimmten Zweck gespart. Damit habe sich der seit 2001 zu beobachtende tendenzielle Rückgang auch 2007 bestätigt.
Andreas J. Zehnder, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Privaten Bausparkassen: Obwohl die Arbeitslosenzahlen sinken und die Einkommen steigen, bleibt die Verunsicherung der Bundesbürger offensichtlich groß. Die drastisch gestiegenen Preise bei Nahrungsmitteln, Benzin, Gas und Heizöl zeigen Wirkung. Aber auch die Berichte über die nach Deutschland übergeschwappte US-Immobilienkrise dürften hierzu beigetragen haben. Man könne die Politik in Berlin und Brüssel deshalb nur davor warnen, solch unseriösen Finanzierungspraktiken hierzulande den Weg zu bereiten.
An zweiter Stelle der Sparziele rangierten mit 59,1 Prozent die Anschaffungswünsche (Autokauf, Reise oder ähnliches). Es folgt der Erwerb bzw. die Renovierung von Wohneigentum mit 54,9 Prozent. Gegenüber der Juni-Umfrage hätten beide Sparziele deutlich zugelegt. Gleiches gelte auch für das Sparziel Kapitalanlage mit einem Anteil von 49,6 Prozent.
Der Anteil der Bundesbürger, die künftig weniger sparen wollen, sei in Westdeutschland mit 14,7 Prozent in etwa auf dem Juni-Niveau von 14,5 Prozent geblieben. In Ostdeutschland sei dieser Anteil aber deutlich gestiegen, nämlich von 17,1 Prozent auf 21,9 Prozent, d. h. um fast 5 Prozent-Punkte.
Der Anteil der Bundesbürger, die künftig mehr sparen wollen, sei von 8,3 Prozent auf 7,6 Prozent gesunken. Das läge vor allem an den in Westdeutschland Befragten, wo der Anteil von 8,7 Prozent auf 7,7 Prozent gesunken sei. In Ostdeutschland sei dieser Anteil dagegen mit 7,3 Prozent gegenüber der Juni-Umfrage (6,7 Prozent) um 0,6 Prozent-Punkte gestiegen.
Der aus der Untersuchung abgeleitete Sparklimaindex des Verbandes wird als Saldo aus den Prozent-Anteilen derjenigen, die künftig mehr sparen wollen, und derjenigen, die künftig weniger sparen wollen, berechnet. Bei der Befragung im Oktober 2007 habe sich der Abwärtstrend dieses Sparklima-Indexes fortgesetzt: Der Index habe mit -8,5 um fast 2 Punkte niedriger gelegen als im Juni (-6,7). Dies sei vor allem auf die Entwicklung in Ostdeutschland zurückzuführen, wo der Index mit -14,6 gegenüber dem Juni-Wert (-10,4) um mehr als 4 Punkte und gegenüber dem zwischenzeitlichen Höchststand (-7,0) sogar um 7 ½ Punkte absackte. In Westdeutschland sei der Index dagegen gegenüber der Juni-Umfrage (-5,8) mit -7,0 nur um gut einen Punkt zurückgegangen.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Privaten Bausparkassen e.V.
Pressestelle
Klingelhöferstr. 4, 10785 Berlin
Telefon: (030) 590091-500, Telefax: (030) 590091-501
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