Pressemitteilung | Deutscher Familienverband e.V. (DFV)

SPD-Familienbeschlüsse: DFV-Präsident warnt vor einseitiger Familienpolitik

(Berlin) - Angesichts der familienpolitischen Beschlüsse des SPD-Bundesparteitages warnt der Deutsche Familienverband davor, die dringend notwendige wirtschaftliche Förderung von Familien zu vernachlässigen: „Wir begrüßen zwar, dass die SPD sich zur Bedeutung der Familie bekennt. Aber ihr Konzept setzt einseitig auf den Ausbau von Betreuungsangeboten, um die Erwerbsquote von Erziehenden zu steigern. Betreuungsangebote sind wichtig, aber Ganztagsbetreuung allein macht noch keine Familienpolitik“, kritisiert der Präsident des Verbandes Dr. Albin Nees.

Als geradezu zynisch empfindet der Deutsche Familienverband den Hinweis auf das über-durchschnittlich angestiegene Einkommen von Familien, mit dem die Abkehr vom Ziel einer verbesserten materiellen Unterstützung gerechtfertigt wird. Tatsächlich liege das verfügbare Einkommen einer vierköpfigen Familie mit Durchschnittsverdienst nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben unter dem Existenzminimum, das Kindergeld bereits eingerechnet.

„Die Familienförderung darf nicht auf eine Bedürftigkeitshilfe nach Kassenlage heruntergefahren werden, wie sich das mit den Kürzungen beim Erziehungsgeld bereits abzeichnet. Eltern brauchen Zeit und Geld für ihre Kinder“, so Dr. Albin Nees. Der Deutsche Familienverband fordert die Erhöhung des Erziehungsgeldes auf 600 Euro und die Weiterentwicklung des Kindergeldes auf eine Existenzsichernde Höhe.

„Kinder haben ein Recht auf die Zeit ihrer Eltern, auf verlässliche Bindung und Zuwendung in der Familie. Eine kindergerechte Gesellschaft muss die Bedürfnisse von Kindern ernst nehmen - eine einseitig Erwerbsorientierte Familienpolitik geht jedoch an diesen Bedürfnissen vorbei“, warnt Verbandspräsident Nees.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Familienverband e.V. Luisenstr. 48, 10117 Berlin Telefon: 030/30882960, Telefax: 030/30882961

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