Pressemitteilung | Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA)
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Spitzenjahr 2007 für Hersteller von Bau- und Baustoffmaschinen / Prognose 2008: Plus acht Prozent

(Frankfurt am Main) – Die deutschen Hersteller von Bau- und Baustoffmaschinen haben ihren Umsatz 2007 um 29 Prozent auf 15,3 Milliarden Euro gesteigert. „Damit hat unsere Branche wieder ein Spitzenjahr hingelegt“, sagte Dr. Christof Kemmann, Vorsitzender des VDMA Fachverbandes Bau- und Baustoffmaschinen anlässlich der Vorstandsitzung seines Verbandes.

Hoher Auftragsbestand im Januar

Auch die Auftragseingänge sind 2007 gegenüber 2006 noch einmal in die Höhe geschnellt. Die Auftragsbestände lagen zur Jahreswende 2007/2008 zum Teil doppelt so hoch wie im Jahr zuvor. Im Anlagenbau gibt es Auftragsvorlaufzeiten von bis zu 18 Monaten. Um die immense Nachfrage zu decken, haben die Unternehmen in 2007 kräftig in ihre Standorte investiert und ihr Personal im Durchschnitt um fünf bis 10 Prozent aufgestockt. „Wir gehen auch deshalb davon aus, dass wir 2008 bei den Umsätzen nochmals um rund acht Prozent zulegen können“, betonte Kemmann. „Es macht im Moment Spaß, ein Unternehmen zu führen“, kommentierte er die gute Geschäftslage. „Dass es aber nicht immer so weiter gehen kann, wissen wir, und so planen wir auch.“ Viele Unternehmen streben nach dem fünften Wachstumsjahr in Folge 2008 einen Konsolidierungskurs auf dem jetzt erreichten hohen Niveau beziehungsweise ein nur moderates Wachstum an.

Exportgeschäft legt um 30 Prozent zu

Wachstumsmotor war auch 2007 das Exportgeschäft. Die Exportumsätze lagen mit 11,4 Milliarden Euro um 30 Prozent höher als im Vorjahr. Der Exportanteil der Branche beträgt jetzt 77 Prozent. Im Laufe des letzten Jahres war die Nachfrage nach Bau- und Baustoffmaschinen in fast allen Regionen der Welt gleichzeitig angestiegen. Impulse kommen vor allem aus Osteuropa (plus 23 Prozent), den GUS-Staaten (plus 63 Prozent) und dem Nahen und Mittleren Osten ohne Iran (plus 11 Prozent). Lediglich der US-Markt gab 2007 in Teilbereichen kräftig nach. So sind beispielsweise wegen der weg gebrochenen Nachfrage im Wohnungsbau die deutschen Exporte von Betontechnik in die USA um rund zwei Drittel zurückgegangen.

Inlandsgeschäft belebt sich

Dank der weiter anziehenden Baukonjunktur setzte sich bei der Inlandsnachfrage der bereits in 2006 spürbare positive Trend weiter fort. Die Geschäfte haben sich 2007 noch einmal deutlich belebt. So kletterte der Inlandsumsatz der Branche gegenüber dem Vorjahr um 27 Prozent auf jetzt 3,9 Milliarden Euro.

Zuliefer- und Personalengpässe drücken auf die Produktivität

Die angespannte Lage in der Zulieferindustrie bereitet gerade den Baumaschinenherstellern immer noch Sorgen. „Manche Maschinen hätten im Produktionsprozess bis zu zwei und drei Mal angefasst werden müssen, weil Komponenten und Teile nicht verfügbar waren“, sagte Kemmann. Das gehe zu Lasten der Produktivität und führe zu höheren, nicht gewollten Lagerbeständen. Zwar hätten sich die Zulieferer mittlerweile auch auf den Nachfrageboom eingestellt und ihre Kapazitäten erweitert, trotzdem habe man auf Herstellerseite weiter mit Preissteigerungen und langfristigen Abnahmeverpflichtungen zu kämpfen. Außerdem mangele es an verfügbarem qualifizierten Personal. Es fehlten der Branche nicht nur Ingenieure, auch gewerbliches Personal und Facharbeiter seien gerade für mittelständische Betriebe so schwer zu bekommen wie noch nie zuvor.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) Marlies Schäfer, Pressesprecherin Lyoner Str. 18, 60528 Frankfurt am Main Telefon: (069) 66030, Telefax: (069) 66031511

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