Spitzenverbände fordern Nachbesserung der Erbschaftsteuer für Familienunternehmen
(Berlin) - Die Präsidenten von BDI, Jürgen R. Thumann, BDA, Dr. Dieter Hundt und DIHK, Ludwig Georg Braun fordern in einer gemeinsamen Erklärung für den Mittelstand Nachbesserung bei der Erbschaftsteuer:
Wir fordern mit Nachdruck, die notwendigen Nachbesserungen der Erbschaftsteuerreform endlich umzusetzen. Der gegenwärtige Gesprächsstand ist nach wie vor unklar, unpräzise, unverständlich und ungenügend. Die deutsche Wirtschaft fordert die Koalition auf, den Familienunternehmen eine verlässliche und vertretbare Basis in Deutschland zu bieten. Wir wollen Arbeitsplätze in Deutschland halten und neue schaffen. Wir verwehren uns gegen eine Erbschaftsteuerreform, die den Unternehmen die Substanz entzieht. Es ist aus Sicht der Wirtschaft unverständlich, dass die Politik auch nach drei Jahren Diskussion ihr Versprechen gegenüber den Betrieben nicht eingelöst hat.
Die offenen Punkte bei der Besteuerung von Betriebsvermögen sind entscheidend für die angestrebte Erleichterung der Unternehmensnachfolge. Kern der Kritik sind die nach wie vor zu langen Behaltensfristen und das Fehlen ratierlichen Abschmelzung. Wird hier keine unternehmensfreundliche Lösung, ist die Reform für Familienunternehmen unakzeptabel. Ebenso sind Lösungen gegen die regelmäßige Überbewertung des Betriebsvermögens unabdingbar.
Die Politik hat Erleichterungen bei der Unternehmensübergabe an die nächste Generation zugesagt. Diese Zusage muss sie einhalten.
Quelle und Kontaktadresse:
BDI Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
Dr. Olga Wilde, Pressesprecherin
Breite Str. 29, 10178 Berlin
Telefon: (030) 20280, Telefax: (030) 20282566
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