Sprachenvielfalt in Europa: Bundesregierung setzt positives Signal / Deutscher Kulturrat begrüßt, dass während deutscher EU-Ratspräsidentschaft bei offiziellen Terminen deutsch gesprochen werden soll
(Berlin) - Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, begrüßt, dass während der heute (1. Januar 2007) beginnenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft bei offiziellen Terminen deutsch gesprochen werden soll. Zu den offiziellen Terminen zählen sowohl Aufritte von Politikerinnen und Politikern in Brüssel als auch Pressekonferenzen.
Deutsch ist neben englisch und französisch eine der drei Arbeitssprachen der Europäischen Union. Dennoch verliert die deutsche Sprache innerhalb der EU an Bedeutung, was nicht zuletzt daran liegt, dass auch diejenigen, deren Muttersprache deutsch ist, bei offiziellen Terminen oftmals eher englisch als deutsch sprechen. So wurde zum Beispiel während der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2006 bei Pressekonferenzen vorwiegend die englische Sprache verwendet.
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: Es ist sehr positiv, dass sich die Bundesregierung dazu entschieden hat, während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft bei offiziellen Terminen die deutsche Sprache zu verwenden. Die Bedeutung der deutschen Sprache als Arbeitssprache der Europäischen Union wird dadurch unterstrichen. Sprache ist mehr als ein Kommunikationsmittel, Sprache ist Ausdruck der Kultur. Bei aller Wertschätzung für die neue lingua franca, das Englische, sollte es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, sich in seiner Muttersprache auszudrücken. Schließlich bekennt sich die Europäische Union ausdrücklich zur Sprachenvielfalt und zum Schutz der verschiedenen Sprachen. Das Signal der Bundesregierung während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft die deutsche Sprache bei offiziellen Terminen zu verwenden, reicht daher über die deutsche Ratspräsidentschaft hinaus."
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Kulturrat
Olaf Zimmermann, Geschäftsführer
Chausseestr. 103, 10115 Berlin
Telefon: (030) 24728014, Telefax: (030) 24721245
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