Spreizung innerhalb der Personalberatungsbranche nimmt weiter zu
(Berlin) - Der Geschäftsklimaindex der Personalberatungsbranche, der quartalsweise vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen (BDU) erhoben wird, zeigt ein gedämpftes Stimmungsbild in der Branche, das durch eine Seitwärtsbewegung im Index auf 83,4 (Q3/25: 83,9) geprägt wird. „Viele Marktteilnehmende berichten von einem schleppenden Neugeschäft.“, erläutert Wolfram Tröger, Vizepräsident des BDU, und ergänzt: „Laufende Projekte tragen das Geschäft weiterhin, neue Beauftragungen kommen jedoch nur zögerlich zustande.“
Aufgeteilt nach Größenklassen ist eine deutliche Spreizung im Markt zu erkennen. Die Top-25 Personalberatungen verzeichnen den höchsten Geschäftsklimaindex mit 102,6 Punkten (+14,1) und auch bei den mittelgroßen Beratungen hat sich der Index leicht verbessert (+2,1). Die kleineren Beratungen und Beratungsboutiquen haben es aktuell schwer. Hier schätzen 35 bzw. 39 Prozent die aktuelle Geschäftslage als schlecht ein und auch die Geschäftsaussichten werden von knapp einem Drittel der Befragten beider Größenklassen als schlechter eingestuft. Im dritten Quartal 2025 waren zumindest die kleineren Beratungen noch positiver: Nur 23 Prozent schätzten die Geschäftsaussichten schlechter ein. Bei den Top-25 und den mittelgroßen Beratungen ist der Trend genau umgekehrt. Hier erwarten 36 Prozent der Top-25 und 32 Prozent der mittelgroßen Beratungen bessere Geschäfte in den nächsten sechs Monaten; im Vergleich dazu waren es im dritten Quartal nur 25 Prozent.
Geschäftsdynamikindex zeigt eine stärkere operative Abschwächung
Auch der Geschäftsdynamikindex (GDI) gibt leicht nach und sinkt von 99,6 Punkten im dritten Quartal auf 96,5 Punkte im vierten Quartal 2025. Somit schwächt sich die operative Aktivität spürbarer ab als die Stimmung der Branche.
Mandatsentwicklung weiterhin schwach, Kandidatenverfügbarkeit gegenläufig
Die Entwicklung der neu akquirierten Suchmandate war im gesamten Jahr negativ und bleibt auch im letzten Quartal weiter schwach. Die Verfügbarkeit qualifizierter Kandidatinnen und Kandidaten entwickelt sich jedoch gegenläufig und zeigt zum Ende des Jahres eine stetige Verbesserung. „Wir sehen hier einen positiven Trend, der Hoffnung macht. Aber bis jetzt kann die negative Mandatsentwicklung von der positiven Kandidatenverfügbarkeit noch nicht ausgeglichen werden.“, erläutert Arne Adrian, Vorsitzender des Fachverbandes Personalberatung im BDU.
Hintergrund BDU-Geschäftsklimabefragung Personalberatung
An der aktuellen BDU-Geschäftsklimabefragung haben sich 232 Personalberaterinnen und Personalberater aus Retained-Executive-Search-Unternehmen beteiligt. Davon stammen 12 aus den Top-25, 120 aus mittelgroßen Unternehmen und 100 aus kleineren Personalberatungen und Boutiquen.
Der BDU-Geschäftsklimaindex (GKI) misst seit 2015 die Stimmung in der Executive-Search-Branche. Er fasst die Einschätzungen zur aktuellen Lage und zu den Erwartungen für die kommenden sechs Monate zu einem Gesamtwert zusammen (Basisjahr 2015 = 100).
Seit dem zweiten Quartal 2025 ergänzt der Geschäftsdynamikindex (GDI) dieses Bild. Er verbindet Lage, Erwartungen und Mandatslage und zeigt damit, wie viel tatsächliche Aktivität im Markt spürbar ist. Zum Vergleich wird regelmäßig auch der ifo-Geschäftsklimaindex herangezogen, einer der wichtigsten Frühindikatoren für die Entwicklung der deutschen Gesamtwirtschaft.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen e.V. (BDU) - Hauptgeschäftsstelle Bonn, Annette Sausen, Pressesprecher(in), Joseph-Schumpeter-Allee 29, 53227 Bonn, Telefon: 0228 9161-0
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