Pressemitteilung | Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)
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Starke Milchviehhaltung stärkt ländlichen Raum / Diskussionsrunde mit Milchbauern auf der Grünen Woche

(Berlin) - Die Perspektiven am Milchmarkt standen im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion auf dem ErlebnisBauernhof der Internationalen Grünen Woche in Berlin, zu der der Deutsche Bauernverband (DBV) eingeladen hatte. Zahlreiche Milchbauern aus ganz Deutschland nutzten die Gelegenheit, um Positionen gegenüber dem Einzelhandel zu beziehen. DBV-Milchpräsident Udo Folgart forderte angemessene Preise für das Qualitätsprodukt Milch. „Nur mit einer stärkeren Milchviehhaltung werden wir dauerhaft mehr Wertschöpfung im ländlichen Raum haben“, so Folgart. Er appellierte an die Verbraucher, den Mehrwert der Lebensmittel zu erkennen und dafür einen angemessenen Preis zu bezahlen. Ebenso müsste der Einzelhandel Verantwortung übernehmen, erklärte Folgart gegenüber dem Generalbevollmächtigen der Lidl-Stiftung, Walter Pötter. Es sei aber positiv, dass es mittlerweile bei Lidl ein Umdenken gegeben habe. „Lidl hat erkannt und Konsequenzen gezogen - auch durch unsere Proteste - wie schädigend Dumpingpreise sind“, sagte Folgart.

Für Lidl ist die heimische Landwirtschaft ein wichtiger Marktpartner. „In unseren Märkten benennen wir auch die Hersteller direkt, um den regionalen Bezug herzustellen“, sagte Pötter. Ebenso wies er auf die hohe Exporttätigkeit seines Unternehmens mit deutschen Milchprodukten hin. „Davon profitiert auch die deutsche Landwirtschaft, die uns die Rohstoffe liefert“, so Pötter.

Die Landwirte Ulrich Oskamp und Josef Jacobi kritisierten das Niveau der Milchpreise als vollkommen unzureichend. Die Politik müsste jetzt die Rahmenbedingungen setzen, damit die Milchviehhaltung im Wettbewerb bestehen könne. Eine Entscheidung über die Zukunft der Milchquotenregelung müsse daher schnell gefällt werden. „Auch muss der Übergang in ein neues System so sanft wie möglich gestaltet werden“, erklärte Folgart.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Pressestelle Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 31904-0, Telefax: (030) 31904-205

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