Pressemitteilung | Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU)
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Steigende Spritpreise: NABU fordert Zukunftslösungen statt Dieselprivilegien

(Berlin) – Angesichts steigender Preise für Diesel und Benzin infolge der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten fordert der NABU langfristige Entlastungen für landwirtschaftliche Betriebe.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „Steigende Spritpreise zeigen einmal mehr, wie verletzlich eine Landwirtschaft ist, die stark von fossilen Energien abhängt. Spritpreise billiger zu machen, mag kurzfristig attraktiv wirken, löst aber kein einziges der grundlegenden Probleme. Landwirt*innen brauchen vor allem Planungssicherheit und mehr Unabhängigkeit von schwankenden Ölpreisen.“

Statt immer neue Ausnahmen für fossile Energien zu schaffen, müsse die Politik den Umstieg auf klimafreundliche Technik gezielt unterstützen. Dazu gehören aus Sicht des NABU etwa Förderprogramme für elektrisch betriebene Landmaschinen. Denn ein erheblicher Teil der landwirtschaftlichen Arbeiten erfordert vergleichsweise wenig Motorleistung (weniger als 130PS) und ließe sich daher technisch relativ leicht elektrifizieren – mit Einsparpotenzial von bis zu einer Milliarde Liter Diesel bis 2045. Auch mit neuen Bewirtschaftungsansätzen, wie der konservierenden Landwirtschaft, könnten landwirtschaftliche Betriebe bis zu 75% Diesel einsparen.

„Gerade die Landwirtschaft leidet bereits heute massiv unter den Folgen der Klimakrise – von Dürren bis zu Starkregen. Investitionen in moderne, emissionsarme Landtechnik helfen hierbei vielfach: Sie machen Betriebe unabhängiger von Ölpreis-Schocks, helfen Betriebskosten einzusparen, schonen die Natur und stärken gleichzeitig den Klimaschutz“, so Krüger.

Zugleich zeigt die Debatte um Agrardiesel, dass kurzfristige Entlastungsinstrumente oft nicht die gewünschte Wirkung entfalten. So wurde etwa die bestehende Agrardieselrückvergütung von vielen Betrieben gar nicht beantragt. „Die Politik sollte deshalb stärker auf Angebote setzen, die für Betriebe wirklich attraktiv sind und ihre Probleme langfristig lösen – statt immer wieder neue fossile Subventionen aufzulegen“, sagt Krüger.

Quelle und Kontaktadresse:
Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU), Roland Panter, Referent(in) Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Charitéstr. 3, 10117 Berlin, Telefon: 030 284 984-0

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