Steuersenkung ja, Vignette nein / CSU-Pläne zur Steuerentlastung / Belastung der Autofahrer muss wirklich sinken
(München) - Die gestern (10. Juli 2008) bekannt gewordenen Gedankenspiele des Bundeswirtschaftsministeriums zur Verhinderung des Tanktourismus sind nach Ansicht des ADAC ein durchsichtiges Wahlkampfmanöver der CSU. Den Autofahrern Steuersenkungen in Aussicht zu stellen und gleichzeitig eine Autobahnvignette einführen zu wollen, ist mehr als dreist, so ADAC-Vizepräsident für Verkehr Ulrich Klaus Becker. Die deutschen Autofahrer müssen endlich ernsthaft durch Senkungen der Spritsteuern entlastet und nicht mit Taschenspielertricks getäuscht werden. Durch den Anstieg der Kraftstoffpreise und den Einschnitt bei der Entfernungspauschale ist die Belastungsgrenze längst überschritten.
Auch die in dem Gutachten des Wirtschaftsministeriums genannten Zahlen im Zusammenhang mit dem Tanktourismus gehen nach Ansicht des ADAC an der Realität vorbei. Der Club beziffert die durch den Tanktourismus entstehenden Steuerausfälle auf Grund einer eigenen wissenschaftlichen Studie auf insgesamt 2,4 Mrd. Euro pro Jahr.
Das gleiche gilt für die erwarteten hohen Einnahmen durch eine Autobahnvignette, die auch ausländische Autofahrer erwerben müssen. Bei einem Anteil von fünf Prozent ausländischer Pkw müssten die deutschen Autofahrer allein 95 Prozent der Einnahmen aus einer Vignette bezahlen. Zusätzlich sind Erhebungskosten zu berücksichtigen, die doppelt so hoch sind, wie die Einnahmen durch ausländische Fahrzeuge. Letztendlich müssen dann die deutschen Autofahrer die Zeche bezahlen, das ist doch absurd, so Becker.
Quelle und Kontaktadresse:
Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V. (ADAC)
Pressestelle
Am Westpark 8, 81373 München
Telefon: (089) 76760, Telefax: (089) 76762500
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
- ADAC Mittelrhein & TÜV Rheinland stellen sechs Forderungen für die Transport- & Logistik-Branche / 120 Vertreter aus Politik & Wirtschaft diskutierten am 14. Juli die Herausforderungen der Branche
- Christian Reinicke zum ADAC Präsidenten gewählt
- Die Zukunft der Freizeitwasserstraßen sichern / Verbände überreichen Anforderungspapier an Bundesverkehrsministerium
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

