Pressemitteilung | Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)

„Stoppt die Gier nach Billiglöhnen!“

(Berlin) - Die deutschen Gewerkschaften werden sich in den kommenden Monaten auf die totale Revision des Entwurfs der EU-Dienstleistungsrichtlinie konzentrieren. Auf der Landeskonferenz des DGB Rheinland-Pfalz sagte der DGB-Vorsitzende Michael Sommer: „Europas Arbeitnehmer müssen sich darauf verlassen können, dass die Öffnung der Grenzen für Dienstleistungen nicht zu Lohn- und Sozialdumping führt“, sagte der DGB-Vorsitzende am Samstag (3. Dezember 2005) vor den Delegierten in Ludwigshafen.

Der jetzt vorliegende Entwurf der Dienstleistungsrichtlinie würde „all den Arbeitgebern in die Hände spielen, die Löhne, Gehälter und Sozialstandards immer weiter drücken wollen.“ Würde die Richtlinie so verabschiedet, würde der europäische Gedanke bei den Bürgerinnen und Bürgern „weiter Schaden nehmen“. „Europa wird sozial oder gar nicht“, sagte Michael Sommer.

Deswegen müsse für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Europa klar sein, dass für sie die Arbeitsbedingungen in dem Land gelten, in dem sie arbeiten. Michael Sommer: „Wir werden uns dafür stark machen, dass bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen die Arbeitsbedingungen des Ziellandes und nicht des Herkunftslandes gelten.“

Um das Ziel zu erreichen, würden die Spitzen der Gewerkschaften in den kommenden Wochen und Monaten „intensive Gespräche mit EU-Parlamentariern, EU-Kommissaren und der Bundesregierung führen. Unser Ziel heißt: „Stoppt die Gier nach Billiglöhnen!“

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand Hilmar Höhn, Leiter, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060324

(sk)

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