Pressemitteilung | BUND e.V. - Bundesverband - Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
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Stromverbrauch besser kennzeichnen / Hausaufgabe für Michael Glos

(Berlin) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Bundeswirtschaftsminister Michael Glos aufgefordert, die Überarbeitung und Ausweitung der Kennzeichnungsregeln für den Stromverbrauch von Elektrogeräten in Angriff zu nehmen. Glos müsse auf EU-Ebene eine entsprechende Initiative starten, damit sparsame Geräte künftig besser erkennbar seien. Gültige Regeln zur Verbrauchskennzeichnung gebe es derzeit nur für große Haushaltsgeräte, Klimaanlagen und die Wohnraumbeleuchtung. Vergleichbare Vorschriften fehlten jedoch für Unterhaltungselektronik sowie Büro- und Haushaltskleingeräte. Rund ein Zehntel des Stromverbrauchs in Deutschland gehe auf deren Konto. Glos könne mit einer solchen Initiative das Engagement der Bundesregierung für mehr Ressourcen- und Klimaschutz deutlich machen und zusätzliche Innovationen im Energiesektor befördern.

Der BUND kritisierte, dass die heutigen Kenzeichnungsregeln bereits seit zehn Jahren unverändert gültig seien. Inzwischen gebe es nicht nur einen rasanten technischen Fortschritt bei Energiespartechniken, sondern auch weiter steigende Strompreise. Deshalb sei ein neuer Anlauf für mehr Stromeffizienz und Energiesparen dringend erforderlich. Die Bundesregierung müsse auf europäischer Ebene aktiv werden und bessere Kennzeichnungsregeln durchsetzen.

BUND-Geschäftsführer Gerhard Timm: „Bei Unterhaltungselektronik, Bürotechnik und Haushaltskleingeräten sind klare Kriterien zur Unterscheidung des Stromverbrauchs erforderlich, um die Haushaltskassen der Verbraucher und die Energieressourcen zu schonen. Das hilft nicht nur beim Klimaschutz, sondern optimiert auf längere Sicht auch die Wettbewerbsfähigkeit der Elektrogerätehersteller und Händler.“

Der Verband bemängelte auch, dass die Eingruppierung von Großgeräten in die Stromverbrauchsklassen „G“ (schlechteste) bis „A“ (beste) keine ausreichende Orientierung mehr biete. Die Klassifizierung müsse deshalb dringend überarbeitet werden. So kennzeichne das „A“ nicht in allen Fällen die besten Geräte. Beispielsweise seien die sparsamsten Kühlschränke mittlerweile in der Zusatzkategorie „A plus plus“ zu finden. Von den 550 auf dem deutschen Markt angebotenen Waschmaschinen seien bereits rund 500 mit dem A-Label gekennzeichnet. Für den Kunden gebe es somit keine echte Unterscheidungshilfe mehr. Den Geräteherstellern und Händlern fehle so der Anreiz, Waschmaschinen mit noch besserer Energieeffizienz anzubieten.

Quelle und Kontaktadresse:
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) Rüdiger Rosenthal, Pressesprecher Am Köllnischen Park 1, 10179 Berlin Telefon: (030) 275864-0, Telefax: (030) 275864-40

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