Stromversorger drehen 2006 weiter an der Preisschraube / Erhebliche Mehrbelastung für Unternehmen
(Hannover) Mittelständische Industriekunden müssen 2006 rund 17 Prozent mehr für Strom bezahlen als im Vorjahr. Zu diesem traurigen Ergebnis kommt der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) in seiner aktuellen Vergleichsstudie für Deutschland. Damit drehe sich die Strompreisspirale zum Nachteil der Wirtschaft ungebremst weiter, erklärt Dr. Volker Stuke, Geschäftsführer des VEA. Seit dem Tiefstand im Jahre 2000 sind die Stromkosten für den Mittelstand um mehr als 70 Prozent gestiegen. Von einem funktionierenden Markt kann nach wie vor keine Rede sein. Die Preiserhöhungen der letzten Monate lassen sich nach Ansicht des Verbandes nicht mehr mit den gestiegenen Erzeugungskosten begründen. Ihre Ursachen seien vielmehr die gestiegenen Gewinnerwartungen der großen Stromproduzenten. Die vier Übertragungsnetzbetreiber e.on, RWE, Vattenfall und EnBW, die zusammen über 80 Prozent der Erzeugungskapazitäten verfügen, nützten ihr Oligopol aus.
Auch weiterhin muss in Ostdeutschland deutlich mehr für die elektrische Versorgung bezahlt werden als in den alten Bundesländern. Ursache sind die hohen Netzentgelte in den neuen Bundesländern. Sie dienen einigen Versorgern zur Abschottung ihrer Versorgungsgebiete. Auf dem Weg zu fairen Wettbewerbsbedingungen auf dem deutschen Strommarkt kommt noch viel Arbeit auf den Regulierer zu, so Stuke weiter.
Noch am günstigsten ist derzeit der Strom in den Netzgebieten der GEW RheinEnergie Köln, der Stadtwerke Mainz und der Stadtwerke Karlsruhe. Die teuersten Versorgungsgebiete sind nach wie vor e.on Thüringer Energie, e.on Avacon (Sachsen-Anhalt) und e.on edis.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA)
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