Studiengebühren: Qualität der Lehre zum Thema machen
(Berlin) - Zur Diskussion um die Einführung von Studiengebühren sagte DGB-Vorstandsmitglied Ingrid Sehrbrock am 03. August in Berlin: "Wir wären am 'Bildungsstandort Deutschland' ein gutes Stück weiter, würden wir genauso lebhaft über Studienbedingungen und die Qualität der Hochschullehre debattieren, wie jetzt über das Thema Studiengebühren. An diesem Punkt gilt es anzusetzen, wenn wir auch morgen noch wissenschaftliche Höchstleistungen und Innovationen hervorbringen wollen.
Die Studienbedingungen müssen sich radikal verbessern: Keinem Studierenden ist es zuzumuten für überfüllte Seminare, ausgedünnte Bibliotheken und selten ansprechbare Professoren auch noch Gebühren zahlen zu müssen. Über Zuständigkeiten, Konzepte und Höhe von Studiengebühren zu streiten, heißt, das Pferd von hinten aufzuzäumen.
Der Anspruch, jedem jungen Menschen gleiche Bildungschancen einzuräumen, ist längst noch nicht verwirklicht. Deshalb setzt sich der DGB weiter dafür ein, dass das Erststudium gebührenfrei bleibt. Selbst die großzügigste Vergabe von Darlehen hat eine abschreckende Wirkung auf junge Menschen, die über ein Studium nachdenken. Schon heute jobben rund zwei Drittel aller Studierenden parallel zum Studium. Wenn wir wollen, dass Studienzeiten in Deutschland kürzer werden, darf sich die finanzielle Belastung von Studentinnen und Studenten nicht weiter erhöhen."
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)
Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin
Telefon: 030/24060-0, Telefax: 030/24060324
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