Süßwarenhersteller durch Erhöhung der Glukosepreise unter Druck / Spekulationen am Weizenmarkt heizen Preisanstieg an
(Bonn) - Die Ankündigung der Glukosehersteller, die Preise für Glukose zum 1. Juli 2007 erneut zu erhöhen, bringt die Süßwarenindustrie unter Druck. Erst im Januar waren die Preise um 30 Prozent angehoben worden. Die Preise sollen nun schrittweise zu einem Tonnagepreis in Richtung 500,00 Euro erhöht werden, was dann insgesamt eine Preissteigerung um bis zu 50 Prozent bedeutet. Dieser Preisanstieg ist vor allem für die Zuckerwarenhersteller nicht zu bewältigen. Durch den hohen Glukoseanteil in vielen Zuckerwaren wird die Herstellung der Produkte erheblich verteuert. Der Handel muss in dieser Situation Preiserhöhungen akzeptieren, so Dr. Stefan Feit vom Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie. Insbesondere für die Hersteller von Bonbons, Gummibonbons und Lollies, in denen ein hoher Glukoseanteil eingesetzt wird, verschärft sich die Situation im Handel erheblich.
Hintergrund der Glukosepreiserhöhungen sind Preissteigerungen am Getreidemarkt, die durch Spekulationen am Weltmarkt für Weizen noch angeheizt werden. Verschärfen könnte sich die Situation durch die Förderung der Bioethanol-Produktion auf Weizenbasis. Wenn zusätzlich zu erheblichen Marktschwankungen die landwirtschaftliche Produktion mehr und mehr auf die Herstellung von Bioethanol umgestellt wird, so wird dies zu einer dauerhaften Verteuerung der Lebensmittel führen.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI)
Dr. Torben Erbrath, Pressesprecher
Schumannstr. 4-6, 53113 Bonn
Telefon: (0228) 260070, Telefax: (0228) 2600789
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