Pressemitteilung | (SoVD) Sozialverband Deutschland - Landesverband Niedersachsen e.V.
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„Tag des Notrufs“ am 11. Februar 2026: Menschen mit Behinderung bei Notrufen nicht vergessen

(Hannover) - Vor allem für Menschen mit Behinderung, die nicht sprechen oder hören können, ist es wichtig, dass Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste barrierefrei erreichbar sind. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen sieht hier noch deutlichen Nachholbedarf und fordert von der Politik, die Barrierefreiheit auszubauen und bestehende Lösungen bekannter zu machen.

Nach Auskunft der Telekom benötigen täglich 72.000 Menschen Hilfe und wählen den Notruf. Doch was passiert, wenn Menschen aufgrund einer Akutsituation, einer Sprach-oder Hörbehinderung oder geringer Sprachkenntnisse nicht telefonieren können? „Dann gibt es zum Beispiel ‚Nora‘, die Notfall-App der Bundesländer, die einen Notruf absetzt, auch wenn man nicht sprechen kann. Das Problem: Viele Menschen kennen das Angebot nicht“, erläutert Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Das Land müsse viel stärker die Werbetrommel rühren und dafür sorgen, dass möglichst viele Menschen die App nutzen. „‚Nora‘ ist eigentlich für alle Menschen eine wichtige Unterstützung im Notfall, vor allem aber für Menschen mit einer entsprechenden Behinderung“, so Swinke weiter.

Der Vorstandsvorsitzende macht aber auch deutlich, dass dabei diejenigen, die Schwierigkeiten mit einer solchen digitalen Lösung haben, nicht vergessen werden dürfen. „Barrierefreie Zugänge zum Notruf müssen für alle möglich sein, egal, ob sie eine Behinderung haben oder nicht, und egal, wie alt sie sind oder wie gut sie Deutsch sprechen. Deshalb sind neben der App auch weitere barrierefreie Angebote wie Text-, Video- oder Gebärdensprach-Notrufe und analoge Dienstleistungen wie der Hausnotruf wichtig und müssen ausgebaut werden“, fordert der Vorstandsvorsitzende und ergänzt: „Wir haben in den vergangenen Wochen zum Beispiel durch den Strom-Ausfall in Berlin gesehen, dass Katastrophen unvorhergesehen eintreten können. In solchen Situationen ist es unerlässlich, dass jede*r einen Notruf absetzen kann und Hilfe erhält.“

Quelle und Kontaktadresse:
(SoVD) Sozialverband Deutschland - Landesverband Niedersachsen e.V., Stefanie Jäkel, Pressesprecher(in), Herschelstr. 31, 30159 Hannover, Telefon: 0511 701480

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