Tarifabschluss ist unter Dach und Fach
(Frankfurt am Main) - Der Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und der Deutschen Bahn (DB) ist beigelegt. Nachdem bereits am 12. Januar 2008 die Eckpunkte hinsichtlich Einkommen und Arbeitszeit der Lokomotivführer vereinbart wurden, konnten in der gestrigen (30. Januar 2008) Tarifverhandlung nahezu alle weiteren strittigen Punkte geklärt werden.
Zwar ist der Tarifvertrag noch nicht unterschrieben, aber die Inhalte stehen bis auf den endgültigen persönlichen und fachlichen Geltungsbereich fest. Beide Seiten vereinbarten, dass in einem Spitzengespräch zwischen dem DB-Vorstand, dem GDL-Bundesvorsitzenden Manfred Schell und dem Transnet-Vorsitzenden Norbert Hansen die Frage geklärt wird, ob die Lokrangierführer ebenfalls vom Lokführertarifvertrag erfasst werden.
Der fachliche Geltungsbereich des Tarifvertrages umfasst bislang die für den Personen- und Güterverkehr zuständigen Transportgesellschaften der DB. Ob der eigenständige Lokführertarifvertrag auch für weitere Unternehmen gilt, in denen Lokomotivführer beschäftigt sind, wie zum Beispiel die DB Zeitarbeit, muss in einem weiteren Spitzengespräch zwischen der DB und der GDL geklärt werden.
Zehn Monate harter Tarifauseinandersetzung mit der DB sind nun zu Ende. Vor diesem Hintergrund kann man sicherlich von einem historischen Tag in der Geschichte der GDL und der Bahn reden. Dieser Tarifabschluss stellt einen Kompromiss dar, mit dem die GDL sehr gut leben kann, so der GDL-Bundesvorsitzende Manfred Schell gestern (30. Januar 2008) in Berlin. Die wesentlichen GDL-Forderungen wurden schließlich erfüllt. So verdienen die Lokomotivführer zukünftig deutlich mehr als bisher. Während ihnen für den Zeitraum Juli 2007 bis Februar 2008 einmalig 800 Euro ausgezahlt werden, erhöht sich ihr Entgeltvolumen ab dem 1. März 2008 um acht Prozent. Ab dem 1. September 2008 kommen weitere drei Prozent hinzu. Darüber hinaus wird ab 1. Februar 2009 die Wochenarbeitszeit um eine auf dann 40 Stunden reduziert, und zwar bei gleich bleibendem Entgelt.
Die GDL wird nun den Hauptvorstand und die Tarifkommission einladen, um eine endgültige Beschlussfassung über den endverhandelten Tarifvertrag herbeizuführen. Danach steht einer Unterzeichnung des Tarifvertrages aus Sicht der GDL nichts mehr im Wege.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer im Deutschen Beamtenbund (GDL)
Gerda Seibert, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Baumweg 45, 60316 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 405709-0, Telefax: (069) 405709-40
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