Pressemitteilung | Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV)

Tarifrunde Tageszeitungen: „Verleger wollen abkassieren“

(Bonn) - „Wir sind weit auseinander.“ Mit diesen Worten fasste DJV-Verhandlungsführer Hubert Engeroff am 30. Oktober die zweite Runde der Tarifverhandlungen für Tageszeitungsredakteure zusammen. „Es entsteht der Eindruck: Die Verleger wollen abkassieren und nicht konstruktiv mit uns gemeinsam die Schwierigkeiten der Zeitungsbranche lösen.“

Bei der Verhandlungsrunde für die rund 14.000 Tageszeitungsredakteure bestand zwischen DJV, ver.di und BDZV nur Einigkeit in der Beurteilung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Entschieden sprach sich die DJV-Verhandlungsdelegation gegen den BDZV-Vorschlag aus, flächendeckend Personalkosten nachhaltig einzusparen. Der DJV habe ein Lösungsangebot für die Dauer der Krise gemacht, den Verlegern gehe es hingegen um generelle Absenkungen für die Zeit danach.

Die Verhandlungsrunde wurde begleitet von zahlreichen Protestaktionen in Redaktionen. „Die Redakteure haben nicht vergessen, dass es seit 1991 keine nennenswerten Tarifverbesserungen mehr gegeben hat“, sagte Engeroff.

Mit der Tarifsituation wird sich auch der DJV-Verbandstag in Wiesbaden vom 10.-12. November befassen. Als Termin der dritten Verhandlungsrunde mit dem BDZV wurde der 24. November vereinbart. Engeroff: „Zeit genug für die Verleger, sich zu einem konstruktiven Lösungsansatz zu bekennen.“ Es sei nicht auszuschließen, dass das Resultat nicht allein am Verhandlungstisch zu finden sei.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (djv) Bennauerstr. 60, 53115 Bonn Telefon: 0228/201720, Telefax: 0228/2017233

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