Pressemitteilung | Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI)
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Tarifverhandlungen für die Süßwarenindustrie in Niedersachsen und Bremen vertagt: BDSI und NGG gehen in die dritte Runde

(Bonn) - Auch die zweite Verhandlungsrunde zwischen dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e. V. (BDSI) und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) über einen neuen Entgelttarifvertrag für die tarifgebundenen Beschäftigten der Süßwarenindustrie im Tarifgebiet Niedersachsen/Bremen ist ohne Einigung geblieben.

Am 22.06.2026 haben die Arbeitgeber in Hannover ein verbessertes Angebot vorgelegt. Die NGG hat es zurückgewiesen, ohne selbst einen realistischen eigenen Vorschlag zu machen. Bewegt hat sich in dieser Runde damit nur eine Seite.

Das Angebot der Arbeitgeber nimmt die wirtschaftliche Lage der Branche ernst und strebt eine Sicherung der bestehenden Arbeitsplätze an. Die deutschen Hersteller von Süßwaren und Knabberartikeln stehen 2026 unter einem enormen wirtschaftlichen Druck. Geopolitische Herausforderungen, rasant gestiegene Energie- und Logistikkosten sowie unsichere Lieferketten belasten die Unternehmen erheblich. Hinzu kommen standortbedingte Belastungen für die Unternehmen wie Steuern, Arbeitskosten und Bürokratie. All diese Faktoren schwächen die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe in Niedersachsen und Bremen.

Die Eckpunkte des verbesserten Arbeitgeberangebots
• lineare Erhöhung der Tarifentgelte zum 01.10.2026 um 2,0 % für alle Tarifgruppen und Auszubildende
• weitere lineare Erhöhung der Tarifentgelte zum 01.10.2027 um 1,6 % für alle Tarifgruppen und Auszubildenden
• Laufzeit bis 31.07.2028

"Wir sind der NGG mit einem verbesserten Angebot weit entgegengekommen, eine ernsthafte Bewegung der Gegenseite haben wir bislang vermisst. Forderungen, die an der wirtschaftlichen Lage vorbeigehen, sichern keinen einzigen Arbeitsplatz. In die dritte Runde gehen wir mit der klaren Absicht, mit unserem Sozialpartner NGG einen Abschluss zu erreichen", sagt Dr. Mario Mundorf, tarifpolitischer Geschäftsführer des BDSI.

Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 22.07.2026 in Hannover terminiert.

Zum Hintergrund
Der bestehende Entgelttarifvertrag für die Süßwarenindustrie in Niedersachsen/Bremen vom 30.10.2024 ist am 31.05.2026 ausgelaufen. Die Tarifgebiete der deutschen Süßwarenindustrie werden traditionell regional verhandelt; die Verhandlungen in weiteren Gebieten laufen teilweise bereits parallel. Die Süßwarenindustrie beschäftigt bundesweit rund 60.000 Menschen in etwa 200 überwiegend mittelständischen Unternehmen und ist damit die viertgrößte Branche der deutschen Ernährungsindustrie

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI), Mario Mundorf, Geschäftsführer(in) Arbeits- und Sozialrecht, Schumannstr. 4-6, 53113 Bonn, Telefon: 0228 26007-0

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