Pressemitteilung | Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI)
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BDSI und NGG gehen in zweite Verhandlungsrunde für die Süßwarenindustrie in Niedersachsen/Bremen

(Bonn) - In der ersten Verhandlungsrunde für einen neuen Entgelttarifvertrag zwischen dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e. V. (BDSI) und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) für die tarifgebundenen Beschäftigten der Süßwarenindustrie im Tarifgebiet Niedersachsen/Bremen konnte keine Einigung erzielt werden. Beide Seiten haben sich darauf verständigt, die Gespräche in einer zweiten Runde am 22.06.2026 in Hannover fortzusetzen.

Das Angebot der Arbeitgeber nimmt die wirtschaftliche Lage der Branche ernst und strebt eine Sicherung der bestehenden Arbeitsplätze an. Die deutschen Hersteller von Süßwaren und Knabberartikeln stehen 2026 unter einem enormen wirtschaftlichen Druck. Geopolitische Herausforderungen, rasant gestiegene Energie- und Logistikkosten sowie unsichere Lieferketten belasten die Unternehmen erheblich. Hinzu kommen standortbedingte Belastungen wie Steuern, Arbeitskosten und Bürokratie, die die Betriebe zusätzlich belasten. All diese Faktoren schwächen die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe in Niedersachsen und Bremen.

Die Eckpunkte des Arbeitgeberangebots für Niedersachsen/Bremen

• lineare Erhöhung der Tarifentgelte zum 01.12.2026 um 1,9 % für alle Tarifgruppen und Auszubildende
• weitere lineare Erhöhung der Tarifentgelte zum 01.12.2027 um 1,5 % für alle Tarifgruppen und Auszubildende
• Laufzeit bis 31.07.2028

"Die Gespräche waren heute sachlich und konstruktiv. Wir haben deutlich gemacht, unter welch schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Betriebe in Niedersachsen und Bremen aktuell stehen. Für einen Abschluss hat es heute nicht gereicht. Wir gehen mit der klaren Absicht in die zweite Runde, gemeinsam mit dem Sozialpartner NGG Verantwortung zu übernehmen und zu einem Ergebnis zu kommen", sagt Dr. Mario Mundorf, tarifpolitischer Geschäftsführer des BDSI.

Zum Hintergrund:
Der bestehende Entgelttarifvertrag für die Süßwarenindustrie in Niedersachsen/Bremen vom 30.10.2024 läuft am 31.05.2026 aus. Die Tarifgebiete der deutschen Süßwarenindustrie werden traditionell regional verhandelt; die Verhandlungen in weiteren Gebieten laufen teilweise bereits parallel. Die Süßwarenindustrie beschäftigt bundesweit rund 60.000 Menschen in etwa 200 überwiegend mittelständischen Unternehmen und ist damit die viertgrößte Branche der deutschen Ernährungsindustrie.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI), Solveig Schneider, Leiter(in) Kommunikation, Schumannstr. 4-6, 53113 Bonn, Telefon: 0228 26007-0

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