Tarifverhandlungen für Landesbeschäftigte noch ohne Angebot / Erste Warnstreiks an den Uni-Kliniken in Nordrhein-Westfalen / Warnstreiks nicht zum Bürger-Ärger, sondern zur Arbeitgeber-Motivation
(Berlin) - Mit ersten Warnstreiks an den Standorten Bonn, Köln und Aachen haben die von der dbb tarifunion gestarteten Protestaktionen - zwei Tage nach dem ergebnislosen Ende der zweiten Runde der Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) - am 28. Januar 2009 auch die nordrhein-westfälischen Universitätskliniken erreicht. Die mehrheitlich in der dbb Fachgewerkschaft VdLA organisierten Streikteilnehmerinnen und -teilnehmer ließen keinen Zweifel daran, dass auch die Beschäftigten der Uni-Kliniken die Forderung der Gewerkschaften nach acht Prozent mehr Einkommen, mindestens jedoch 200 Euro mehr, nachdrücklich unterstützen.
Dass dbb tarifunion und VdLA im sensiblen Bereich der Patientenversorgung trotz allem auf Verhältnismäßigkeit bedacht sind, zeigten sie durch die Beschränkung der Protestaktionen auf insgesamt 600 Kolleginnen und Kollegen. "Wir haben heute bewusst nicht so viele Beschäftigte in den Warnstreik genommen, wie wir können. Denn wir wollen nicht die Bürger bestreiken und verärgern, die auf die medizinische Versorgung der Universitätskliniken angewiesen sind. Wir wollen die Arbeitgeber vielmehr motivieren, den Gewerkschaften nach zwei ergebnislosen Tarifrunden endlich ein tragfähiges Angebot zu präsentieren", stellte der 2. Vorsitzende der dbb tarifunion, Willi Russ, beim Besuch der Streik-Standorte klar.
Wenn die Arbeitgeber in der dritten Verhandlungsrunde am 14. Februar weiter auf Blockade setzen, werden die Gewerkschaften diese Zurückhaltung jedoch aufgeben müssen, warnte Russ: "Keinem gesund denkenden Menschen ist auf Dauer vermittelbar, warum eine Krankenschwester in einem kommunalen Krankenhaus spürbar besser bezahlt wird, als die Kollegin in einer Uniklinik. Das schürt nur den Neid innerhalb der Berufssparte."
Quelle und Kontaktadresse:
DBB beamtenbund und tarifunion (dbb)
Dr. Frank Zitka, Pressesprecher
Friedrichstr. 169-170, 10117 Berlin
Telefon: (030) 40815501, Telefax: (030) 40815599
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