Technischer Fortschritt braucht Frauenpower / Die besten Köpfe für den Technikstandort Deutschland
(Düsseldorf) - In den kommenden Jahren muss der Frauenanteil in den Ingenieurwissenschaften deutlich über die heute bestehenden zehn Prozent hinausgehen. Das ist ein Ergebnis der heute stattfindenden Tagung Innovation Technikwelten, Frauenwelten im Deutschen Technikmuseum in Berlin. Organisatoren sind die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH (VDI/VDE-IT), der DGB und der VDI, unterstützt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Ziel der Tagung ist es, konkrete Handlungsanweisungen auf den Weg zu bringen, um Frauen verstärkt in den technischen Arbeitsmarkt zu integrieren.
Gut ausgebildete Nachwuchskräfte sind der Motor für Innovation und für einen Spitzenplatz im internationalen Wettbewerb. Der sich abzeichnende Fachkräftemangel führt zu einem Wettbewerb um Exzellenz und Kompetenz. Frauen bringen mit ihren Leistungen in Schule und Hochschule gute Voraussetzungen dafür mit. Ihre Chancen im Bereich der Technik waren noch nie so gut wie jetzt. Tatsache ist aber, dass sich immer noch zu wenig junge Frauen für technische und naturwissenschaftliche Berufe entscheiden. In den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen sind nur etwas mehr als 20 Prozent Frauen zu finden, in den neuen IT-Berufen im Dualen System nur 14 Prozent, erklärte Staatssekretär Wolf-Michael Catenhusen anlässlich der Eröffnung der Veranstaltung.
Frauen müssen in technischen Berufen auf Strukturen stoßen, die ihnen Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft bieten. Dazu gehören Aufstiegsmöglichkeiten sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Um diese Aufgabe müssen sich Politik, Tarifparteien und Verbände gemeinsam kümmern, forderte Dr. Ursula Engelen Kefer, stellv. DGB-Vorsitzende. Es geht uns dabei um weit mehr als um eine quantitative Erhöhung des Frauenanteils in der Technik, erklärte dazu VDI-Direktor Dr.-Ing. Willi Fuchs. Technikentwicklung braucht die besten Köpfe, um Innovationen möglich zu machen. Wir brauchen einen Mix aus Frauen und Männern, Alten und Jungen, Menschen aus verschiedenen Kulturen, um auf dem Weltmarkt zu bestehen. Wir können auf keine dieser Gruppen verzichten, so Fuchs.
Expertinnen und Experten mahnen, dass die Integration und dauerhafte Einbindung von Frauen in technische Arbeitswelten unerlässlich ist. Die Leistungsfähigkeit des Technikstandortes Deutschland kann nur dann gesichert werden, wenn die Kompetenzen und das Innovationspotenzial qualifizierter Technikerinnen und Ingenieurinnen genutzt werden.
Quelle und Kontaktadresse:
VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V., Hauptgeschäftsstelle
Graf-Recke-Str. 84, 40239 Düsseldorf
Telefon: 0211/6214-0, Telefax: 0211/6214-575
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