Telekomchef für unglaubliche Datenschutzskandale verantwortlich / Konsequenz kann nur der Rücktritt als Vorstandsvorsitzender sein
(Berlin) - Innerhalb kürzester Zeit wurden bei der Telekom der Missbrauch von Kundendaten und eine unsichere Speicherung von Kundendaten bekannt, die einen Datenklau in einem unglaublichen millionenfachem Umfang möglich werden ließ.
"Wenn ein ähnlicher Datenklau bei der Polizei stattgefunden hätte, stände der Sessel des zuständigen Innenministers wahrscheinlich schon am selben Tag zur Neubesetzung zur Verfügung", ist sich der stellv. BDK-Bundesvorsitzende Bernd Carstensen sicher.
"Das Unternehmen Telekom, das über zig Millionen personenbezogener Kundendaten verfügt, muss von einem Vorstandsvorsitzenden geführt werden, der ein anderes Verständnis von Datenschutz hat", fordert der stellv. BDK-Bundesvorsitzende Bernd Carstensen eine personelle Neubesetzung an der Konzernspitze der Telekom.
Es ist schon merkwürdig, dass dieser millionenfache Datenklau, der ja im Jahre 2006 schon stattgefunden haben soll, nicht schon beim damaligen "Datenschutzgipfel" im Sommer dieses Jahres beim Bundesinnenminister öffentliches Thema gewesen ist.
Die damaligen Ergebnisse, die auch vom Bundes-Datenschützer als Fortschritt bezeichnet wurden, reichen bei weitem nicht aus.
"Es kann nicht das betroffene Wirtschaftsunternehmen beauftragt werden, seinen Datenschutz innerhalb des Konzerns selbst zu verbessern. Hier muss von außerhalb des Konzerns die Zweckbindung und der sichere, gesetzmäßige Umgang mit den personenbezogenen Kundendaten überprüft werden", schlägt der stellv. BDK-Vorsitzende Bernd Carstensen erneut den Einsatz von "Datenfahndern" in der Privatwirtschaft vor.
Des Weiteren hatte der Bund Deutscher Kriminalbeamter schon im Juni dieses Jahres Telefonnutzer aufgefordert, die Änderung der eigenen Telefonnummer zu beantragen, wenn man sich vor Datenhandel und -missbrauch schützen will - dass was jetzt der Telekomchef als kostenlose Ersatzleistung für unverantwortlich laxen Umgang mit Kundendaten anbietet.
Quelle und Kontaktadresse:
Bund Deutscher Kriminalbeamter e.V. Bundesgeschäftsstelle (BDK)
Bernd Carstensen, Pressesprecher
Poststr. 4-5, 10178 Berlin
Telefon: (030) 24630450, Telefax: (030) 246304529
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
- BDK: Urteil im Fall der Tötung des Polizeibeamten Simon B. in Völklingen - zwischen Emotion, Recht und öffentlicher Debatte
- BDK begrüßt Gesetzentwurf zur IP-Adressenspeicherung - wichtige Grundlage für Ermittlungen im digitalen Raum
- BDK: Gewalt gegen Frauen auf Höchststand - Alarmierende Entwicklung ist ein Angriff auf unsere Werte und Gesellschaft
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

