Pressemitteilung | Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)
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Tierhaltung hat am Standort Deutschland gute Voraussetzungen / Sonnleitner bezeichnete Landwirtschaft auf EuroTier als Zukunftsbranche

(Berlin) - „Auf der EuroTier kann man modernste und innovative Technik und Tierhaltung live erleben. Jeder kann sehen: Die Landwirtschaft ist eine Zukunftsbranche!“ Dies hob der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, auf der Eröffnungsveranstaltung der EuroTier am 11. November 2008 in Hannover hervor. Die Finanzkrise habe gezeigt, dass die Landwirte mit ihrer Art zu wirtschaften richtig liegen. „Landwirtschaft und gerade auch Tierhaltung – das ist eben etwas anderes als Spekulationsblase und Hedge Fonds“, sagte der Bauernpräsident. Er betonte, dass die Bauern für eine langfristige Orientierung ihrer Betriebe stehen und daher nachhaltig wirtschaften würden. Dafür müsse aber endlich Schluss sein mit dem nationalen Draufsatteln auf EU-Regelungen. „Im Immissionsschutz, im Umweltschutz und im Tierschutz brauchen wir keine nationalen Alleingänge – sondern europaweit vergleichbare Regelungen“, forderte Sonnleitner.

Sonnleitner erinnerte daran, dass der Veredlungswirtschaft in den letzten beiden Jahren wirtschaftlich nichts geschenkt worden sei. „Die Kosten für Futtermittel und Energie sind den Landwirten schlicht davon gelaufen“, erklärte der DBV-Präsident. Auch aktuell – zu Beginn eines zu befürchtenden konjunkturellen Abschwungs – würden sich viele Verbraucher beim Einkauf zurückhalten. Dies betreffe gerade auch hochwertige verarbeitete Veredlungsprodukte. Auch im Export – der für die deutsche Fleischwirtschaft in letzter Zeit hervorragend lief – komme es darauf an, dass die Nachfrage stabil bleibt. „Dabei sind wir Landwirte bereit, unseren Teil zur Stabilisierung der Konjunktur und zum Erhalt von Arbeitsplätzen beizutragen“, so Sonnleitner. Gleichzeitig müssten aber die Signale richtig gesetzt werden. Er bezeichnete es als richtig, wenn die degressive Abschreibung wieder eingeführt und die Sonderabschreibung ausgeweitet wird.

Gleichzeitig sprach sich der DBV-Präsident dafür aus, dass der DBV-Vorschlag einer „Risikoausgleichsrücklage“ umgesetzt wird, damit den Landwirten nicht die Grundlage entzogen werde.

Trotz aller aktuellen Schwierigkeiten zeigte sich Sonnleitner optimistisch, dass die Tierhaltung am Standort Deutschland gute Voraussetzungen habe.

Umso wichtiger sei es aber, dass die Bauern im Health Check gestärkt würden. In diesem Zusammenhang appellierte Sonnleitner an Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, bei den Entscheidungen zum Health Check in der kommenden Woche im Agrarrat für die Anliegen der deutschen Bauern zu kämpfen. „Alle deutschen Landwirte, voran unsere Milchviehhalter, erwarten klare politische Signale aus Brüssel“, erklärte Sonnleitner. Einer Erhöhung der EU-Milchquote um 5 mal 1 Prozent gab er eine klare Absage. Dies sei in der jetzigen Marktlage das völlig falsche Signal. „Das würden die Handelsketten nur als Vorwand nehmen, die Preise noch weiter zu drücken“, betonte Sonnleitner. Seiner Ansicht nach hat der Lebensmitteleinzelhandel in letzter Zeit „seine Marktmacht bei Milch in unverantwortlicher Weise missbraucht. Was der Handel da treibt, hat mit grundsolider sozialer Marktwirtschaft wenig zu tun“. Das Kartellamt dürfe nicht länger akzeptieren, dass Aldi faktisch alle Milchpreise für den gesamten Einzelhandel setzt, erklärte Sonnleitner. Die Molkereien forderte er auf, ihre Geschäfte weiter zu bündeln, um schlagkräftiger gegenüber dem Handel zu werden.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Dr. Michael Lohse, Pressesprecher, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 31904-0, Telefax: (030) 31904-205

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