Pressemitteilung | Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) - Bundesvorstand
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Trichet muss Leitzins senken und Dollar stützen

(Berlin) - Der DGB hat EZB-Präsident Jean-Claude Trichet aufgefordert, ebenso wie die US-Notenbank den Leitzins zu senken. Die deutliche Aufwertung des Euro auch als Folge der amerikanischen Zinspolitik gefährde erhebliche Teile der deutschen Exportwirtschaft und damit Wachstum und Beschäftigung in Deutschland, betonte das zuständige DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki am Dienstag (25. September 2007) in Berlin.

Die bisherige Untätigkeit der EZB habe den teuren Euro mitverschuldet, kritisierte Matecki. Statt dem amerikanischen Beispiel zu folgen und die Zinsen zu senken, schüre Trichet immer noch irrationale Inflationsängste und drohe mit künftiger Erhöhung des Leitzinses. Vor dem Hintergrund der durch die Finanzkrise gestiegenen Unsicherheit sei dies „schlichtweg verantwortungslos“.

Dies gelte auch auf anderen Handlungsfeldern, meinte Matecki. Während asiatische Zentralbanken kräftig Dollar kauften, um eine zu starke Aufwertung ihrer Währungen zu verhindern, lege die EZB die Hände in den Schoss. Den Preis für diese währungspolitische Untätigkeit müssten bald deutsche, französische und italienische Unternehmen und Arbeitnehmer zahlen: „Ich fordere deshalb die EZB auf, endlich ihre geld- und währungspolitische Verantwortung für Wachstum und Beschäftigung in der Eurozone wahrzunehmen.“

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand Axel Brower-Rabinowitsch, Leiter, Presse- / Öffentlichkeitsarbeit, Finanzen Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060-324

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