Pressemitteilung | TÜV Verband e.V.
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TÜV Award "New Mobility City"- Neuer Mobilitätspreis würdigt lebenswerte und sichere Städte

(Berlin) - Der TÜV-Verband vergibt erstmals den TÜV Award "New Mobility City", einen bundesweiten Preis für Städte und Gemeinden mit besonders nachhaltigen Mobilitätskonzepten. Ausgezeichnet werden Kommunen, die mit innovativen Maßnahmen zu mehr Verkehrssicherheit, nachhaltiger Stadtentwicklung und hoher Lebensqualität beitragen.

"Mobilität ist mehr als der Weg von A nach B. Sie prägt den Alltag, die Lebensqualität und die Sicherheit in unseren Städten", sagt Richard Goebelt, Fachbereichsleiter Fahrzeug & Mobilität beim TÜV-Verband. "Kommunen haben hier eine zentrale Gestaltungsaufgabe. Mit dem TÜV Award würdigen wir kommunale Lösungen für eine sichere und lebenswerte Mobilität."

Warum ein neuer Mobilitätspreis?

Städte und Gemeinden stehen unter erheblichem Druck: stagnierende Unfallzahlen mit vielen Toten und Verletzten, Konflikte um Verkehrsflächen, Anforderungen an Klimaschutz und Aufenthaltsqualität. Gleichzeitig verändert sich der Straßenverkehr mit mehr Radverkehr, Mikromobilität und neuen Bedarfen für die Elektromobilität. "Die Debatten über die Verkehrswende verlaufen oft emotional. Viele Kommunen in Deutschland arbeiten längst an zukunftsfähigen Mobilitätslösungen, doch ihre Erfolge bleiben häufig unsichtbar", sagt Goebelt. "Der TÜV Award New City Mobility ermöglicht erstmals einen datenbasierten, bundesweit vergleichbaren Blick auf kommunale Verkehrsplanung. Unser Ziel ist es, gute Beispiele sichtbar zu machen und die Debatten über Mobilität und Stadtentwicklung mit Fakten zu bereichern."

Der TÜV Award "New Mobility City" wurde vom TÜV-Verband in Kooperation mit der Initiative für sichere Straßen entwickelt und bewertet Mobilität als zentralen Faktor für Lebensqualität, Sicherheit und moderne Stadtentwicklung. Grundlage der Auszeichnung ist eine umfassende, wissenschaftliche Auswertung realer Stadtpläne, Mobilitäts- und Unfalldaten. Darüber hinaus werden von der Jury innovative Gesamtstrategien und Einzahlmaßnahmen für die kommunale Verkehrsplanung berücksichtigt. Die Nominierungen werden am 29. April 2026 bekanntgegeben. Die Preisverleihung findet am 10. Juni 2026 im Rahmen der Mobilitätskonferenz TÜV MobiCon in Berlin statt.

So funktioniert die Bewertung

Der Preis basiert auf einem zweistufigen Verfahren:

Stufe 1 - Datenanalyse & Screening: Die Initiative für sichere Straßen analysiert bundesweit einheitliche Mobilitäts- und Unfalldaten sowie Indikatoren wie z.B. Infrastrukturqualität, Durchschnittsgeschwindigkeiten und ÖPNV-Anbindung. Auf Grundlage dieser Daten und eines telefonischen Interviews entsteht eine Shortlist der stärksten Kommunen für alle Kategorien.

Stufe 2 - Präsentation & Juryentscheidung: Die nominierten Städte stellen ihre Mobilitätsstrategien in einem kurzen Pitch der Jury vor; qualitative Eindrücke werden mit den Daten verknüpft.

Eine Bewerbung ist nicht erforderlich, da die Vorauswahl vollständig datenbasiert erfolgt. Damit wird ein fairer, objektiver Vergleich gewährleistet.

Drei Preiskategorien für unterschiedliche Kommunentypen

Um der Vielfalt kommunaler Ausgangsbedingungen gerecht zu werden, wird der Award in drei Kategorien vergeben. Die Kategorien ermöglichen einen strukturierten Vergleich zwischen Kommunen mit ähnlichen Rahmenbedingungen und orientieren sich am regionalstatistischen Raumtypologie-Konzept (RegioStar) des Bundesverkehrsministeriums.

Mobil in Metropolräumen - Hauptpreis für Regiopole und Großstädte
Mobil in Regionalräumen - Hauptpreis für Kommunen in Stadtregionen/Umland und in ländlichen Regionen (Städte, städtischer Raum und kleinstädtischer, dörflicher Raum)
Mobil mit Herz - Sonderpreis für Kommunen ab 500.000 Einwohner
Interdisziplinäre Jury

Die Jury vereint Expertise aus Politik, Wissenschaft, Stadtentwicklung und Zivilgesellschaft - darunter:

Saskia Esken, MdB (SPD), Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Bildung, Familie, Frauen, Senioren und Jugend
Prof. Dr. Walter Eichendorf, Präsident des ETSC
Prof. Dr. Christine Sutter, Deutsche Hochschule der Polizei
Prof. Andreas Kipar, CEO LAND
Ulyana Vynyarchuk, EIT Urban Mobility
Dirk Hendler, Blicki e. V.
Die Jury wird darüber hinaus mit drei weiteren Fachleuten für Verkehrssicherheit und Mobilitätsplanung aus den TÜV-Unternehmen ergänzt. Die Zusammensetzung gewährleistet eine unabhängige und breit abgestützte Bewertung.

Quelle und Kontaktadresse:
TÜV Verband e.V., Linda Roy, Referent(in) Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Friedrichstr. 136, 10117 Berlin, Telefon: 030 760095-400

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