Umfrage im DBB-Auftrag: Mehrheit versteht Gesundheitsreform nicht
(Berlin) - Die von der großen Koalition geplante Gesundheitsreform ist für die meisten Bundesbürger ein Buch mit sieben Siegeln. Nach einer im Auftrag des dbb durchgeführten forsa-Umfrage begreift nur jeder Fünfte, was die Regierung vor hat. 79 Prozent verstehen hingegen nichts. Diese Ergebnisse stellte der Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts forsa, Manfred Güllner, am 9. Januar 2007 auf der Gewerkschaftspolitischen Arbeitstagung des dbb beamtenbund und tarifunion in Köln vor.
Das Unverständnis geht quer durch alle Parteien und alle Schichten.
88 Prozent der Arbeiter können den Regierungsplänen nicht mehr folgen, aber auch 74 Prozent der Selbstständigen, Angestellten und Beamten nicht. 86 Prozent sehen nur noch ein Hick-Hack, aber kein erkennbares Konzept mehr.
Die Zufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung hat drastisch nachgelassen.
Zeigten sich 2001 noch 66 Prozent mit dem System zufrieden, waren es
2007 nur noch 45 Prozent. Bei der Frage, wem man bei der Gesundheitsreform noch vertraut, liegen die Ärzte mit 62 Prozent weit vorn. Den Kassen trauen nur neun Prozent der Bürger, den Politikern sogar nur sechs Prozent. Eine knappe Mehrheit von 52 Prozent will die Trennung zwischen gesetzlichen und privaten Kassen aufheben. 43 Prozent wollen hingegen das jetzige System behalten. Zufrieden mit ihrer Kasse sind 83 Prozent.
Zwei von drei Befragten meinen aber, dass es zu viele Krankenkassen gibt.
Das Institut hatte Anfang Januar rund 1000 Menschen und zusätzlich 500 Beamte befragt.
Die vollständige Umfrage unter http://www.dbb.de/dbb-beamtenbund-2006/3152_3192.php
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Beamtenbund e.V. Beamtenbund und Tarifunion (dbb)
Dr. Frank Zitka, Pressesprecher
Friedrichstr. 169-170, 10117 Berlin
Telefon: (030) 40815400, Telefax: (030) 40814399
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